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Fußball, 2016, Traditionsspiel, Spielbericht, Grimma Allstars – DDR-Nationalmannschaft

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Grimma feiert Fußball-Stars vergangener Tage / Grimma Allstars - DDR-Nationalmannschaft

Grimma Allstars - DDR-Nationalmannschaft
Grimma Allstars: Ronny Winkler – Torsten Gießner, Ralf Löwe, Ingo Krahl, Sven Braun, Matthias Zschau, Sven Birnbaum, Nico Zieger, Frank Wimberger, André Schober, Thomas Massner, Thomas Brumme, Volker Wurch, Holm Beyer, Andy Müller, Heiko Liebers, Tobias Reisinger, Stephan Knoof – Trainer: Rainer Lisiewicz
DDR-Nationalmannschaft: Jörg Weißflog – Ronald Kreer, Damian Halata, Frank Baum, Frank Siersleben, Dieter Kühn, Dirk Stahmann, Matthias Müller, Torsten Gütschow, Detlef Schößler, Matthias Maucksch, Waldemar Ksienzyk, Armin Romstedt, Jürgen Raab, Matthias Döschner, Dirk Gründlich – Trainer: Reinhard Häfner
Schiedsrichter-Kollektiv: Harald Sather, Michael Leipnitz, Reinhart Wenzl (alle Grimma) – Tore: 1:0 Tobias Reisinger, 2:0 Frank Wimberger, 2:1 Torsten Gütschow, 3:1 Ingo Krahl, 4:1, 5:1 Andy Müller, 5:2 Matthias Döschner, 5:3 Nico Zieger (Eigentor) – Zuschauer: 800 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

Grimma. Wer erinnert sich nicht an die nahezu fast traditionellen internationalen Auftritte der SG Dynamo Dresden oder des 1. FC Lokomotive Leipzig, dem sensationellen 2:0-Finalsieg des 1. FC Magdeburg gegen den AC Mailand im Europapokal der Pokalsieger aus dem Jahr 1974 oder an die spannenden Qualifikationsspiele der Nationalmannschaft für diverse Europa- oder Weltmeisterschaften.

Kenner und Fans des DDR-Fußballs kamen am Samstag im Grimmaer Stadion der Freundschaft voll auf ihre Kosten. In Zusammenarbeit mit BIO.S Biogas GmbH, GRUMA Automobile GmbH und dem Gewerbeverein ist es dem FC Grimma nach langer Organisation und mühevoller Kleinarbeit gelungen, im Rahmen des Stadtfestes ein echtes sportliches Highlight auf die Beine zu stellen.

Ehemalige Nationalspieler wie Matthias Döschner, Dieter Kühn, Jürgen Raab, Damian Halata – um nur einige zu nennen – schnürten am Samstag in Grimma noch einmal die Töppen und traten mit einer Auswahl der ehemaligen DDR-Nationalmannschaft gegen eine Allstar-Elf der Muldestädter an, welche von den ehemaligen Grimmaer Ikonen Rainer Lisiewicz, Wolfgang Schlick Matthias Seifert und Dr. Wolfgang Jahn zusammengestellt wurde. Das Ergebnis – 5:3 gewann die Grimmaer Auswahl – war dabei absolut zweitrangig, die Veranstaltung stand für alle Beteiligten dabei an oberster Stelle.

„Es war ein sehr gelungener Nachmittag. Allen Beteiligten, die mit äußerst viel Engagement und Herzblut diese Veranstaltung organisierten, gebührt ein dickes Lob“, resümierte ein zufriedener Matthias Seifert aus dem Grimmaer Allstar-Lager. „Unsere Mannschaft hat dieses Event sehr genossen, über eine Wiederholung einer ähnlichen Veranstaltung würden wir uns sehr freuen. Darüber ist sich die Mannschaft komplett einig.“

Die Truppe bestand aus einer Auswahl von Spielern, die in den 90er und 2000er Jahren die Grimmaer Landesliga- und Amateurligafahne hochhielt. Demzufolge war die Auswahl natürlich etwas jünger aufgestellt als die ehemalige DDR-Nationalmannschaft, wo die meisten Akteure bereits die 50 überschritten haben. Nichtsdestotrotz zeigten die Altinternationalen vor 800 Zuschauern eindrucksvoll, dass sie von ihrer fußballerischen Klasse nichts verlernt haben, auch wenn man sich letztlich der Grimmaer Auswahl mit 3:5 geschlagen geben musste.

„Drei, vier Spiele im Jahr wollen wir mit dieser Mannschaft bestreiten“, resümierte Dirk Gründlich, der in Zusammenarbeit mit Matthias Döschner die Geschicke der DDR-Nationalmannschaft koordiniert.

Das Spiel in Grimma kam im Februar durch die Verbindung Döschners zu Jens Liebscher, Geschäftsführer der BIO.S Biogas GmbH, zustande. Liebscher stellte anschließend Kontakt zum FC Grimma her, wobei man sich schnell darüber einig war, dieses Spiel in Grimma im Rahmen des Stadtfestes stattfinden zu lassen.

„Ich bin zufrieden“, resümierte Liebscher den rundum Tag, welcher bis tief in die Abendstufen gehen sollte. „Die Zusammenarbeit mit dem FC Grimma hat super funktioniert, das Wetter hat gepasst und ich denke, die Zuschauer haben ein ordentliches Spiel gesehen.“

Nach dem Spiel wurde beim Stadtfest am Informationsstand der GRUMA Automobile GmbH noch eine Autogrammstunde mit den ehemaligen Nationalspielern Jörg Weißflog, Matthias Döschner und Dirk Stahmann durchgeführt, welche ebenfalls reißenden Absatz fand. Hierbei gilt ein großer Dank an Frank Weike, seines Zeichens Geschäftsführer der GRUMA Automobile GmbH, der sich spontan bereit erklärte die Autogrammstunde zu unterstützen.

Insgesamt freuen sich die Veranstalter vom FC Grimma dieses Event seht gut über die Bühne gebracht zu haben. „Unsere Sponsoren haben sich sehr wohl gefühlt. Dafür gilt all unseren involvierten Vereins-Verantwortlichen für die Organisation ein großer Dank“, bilanzierte Egon Pape. Weiterhin erfreute den FC-Vorstandsvorsitzender die anschließende Abendgestaltung der ehemaligen Nationalspieler, welche bis kurz vor Mitternacht das Sportlerheim „in Beschlag hatten“ und dabei reichlich Gesprächsstoff bezüglich der alten Zeiten hatten. „Alle Nationalspieler haben sich bei mir bezüglich der klasse Organisation ausdrücklich bedankt.“

Tom Rietzschel, Teammanager, FC Grimma, Web: http://fc-grimma.de

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Fußball, Saison 2016/17, Sachsen, Landesliga, 5. Spieltag, Spielbericht, BSG Stahl Riesa – SV Einheit Kamenz

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Überraschend klarer Sieg im Spitzenspiel / BSG Stahl Riesa - SV Einheit Kamenz 3:0 (2:0)

Spielbericht vom 5. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen der BSG Stahl Riesa und dem SV Einheit Kamenz am 24.09.2016, 15.00 Uhr in der Stahl-Arena Riesa

BSG Stahl Riesa - SV Einheit Kamenz 3:0 (2:0)
Stahl Riesa: Michal Kycek - Norman Gründler, Thomas Kutsche, Georg Balatka, Steffen Krechlak (78. Leonard Schreiber), Andre Köhler, Richard Penicka (84. Jerome Wolf), Philipp Schröter, Marcel Krake, Marcel Fricke, Jiri Horinek
Kamenz: Ron Wochnik - Martin Kotyza, Florian Wagner, Roman Brückner, Eric Ranninger, Felix Rehor, Patrick Neumann (46. Rico Tänzer), Franz Häfner, Eric Prentki, Benjamin Gnieser (46. Stefan Hoer / 65. Alexander Schidun), Ondrej Novotny
Schiedsrichter: Rico Teichmann (Schneeberg) - 1: Assistent: Ferdinand Sternkopf - 2.Assistent: Philipp Unger
Tore: 1:0 Steffen Krechlak (17.), 2:0 Marcel Fricke (28.), 3:0 Eigentor Florian Wagner (81.)
gelbe Karten: Krechlak – Brückner, Gnieser, Häfner, Tänzer - Zuschauer: 438

Mit einem im Vorfeld nicht für möglich gehaltenen deutlichen Sieg über „Angstgegner“ Kamenz bleibt die BSG Stahl Riesa ganz oben in der Tabelle nach dem fünften Spieltag. Eine starke Abwehrleistung und eine ungewohnte Effizienz vor dem gegnerischem Tor ebneten den Weg für diesen tollen Erfolg.

Im Riesaer Tor stand diesmal Michal Kycek, der mit seinen 41 Jahren einmal mehr zeigen konnte dass er ein klasse Rückhalt für die Mannschaft ist. Immer wachsam und reaktionsschnell gelang es ihm zusammen mit seinen Verteidigern die stets gefährlichen Angriffe der Kamenzer abzuwehren.

Besonders in der Anfangsphase machten die Gäste aus Kamenz extrem Betrieb. Immer wieder wurden die Außenbahnspieler steil geschickt und setzten die Riesaer Abwehr mächtig unter Druck. Doch mit etwas Fortune und Michal “Katze” Kycek im Tor überstand Stahl diesen Ansturm.

Erst nach einer guten Viertelstunde konnte sich Stahl aus dieser Umklammerung befreien. Einen der ersten Riesaer Vorstöße krönte sogleich Steffen Krechlak mit der 1:0 Führung. Steffen Krechlak luchste einem Kamenzer im Spielaufbau den Ball ab und stürmte in den Strafraum. Den heraus laufenden Torwart überlupfte er geschickt und der Ball senkte sich ins Tor (17.).

Die Führung brachte Stahl enorme Sicherheit ins Spiel und es entwickelte sich nun eine ausgeglichene, sehenswerte Landesliga-Begegnung. Kamenz hatte weiterhin etwas mehr Ballbesitz, doch Stahl hielt mit Kampf und Leidenschaft dagegen. Richard Penicka und Steffen Krechlak mussten nach Zweikämpfen behandelt werden. Penicka musste gar ein Kopfverband angelegt werden, doch er ackerte im Sturm weiter.

Einen weiteren erzwungenen Abwehrfehler der Kamenzer konnte Stahl Riesa in der 28. Minute dann zum 2:0 nutzen. Richard Penicka erkämpfte sich den Ball auf Höhe der Mittellinie und schickte Marcel Fricke steil. Dieser gewann das Sprintduell gegen den Verteidiger und schloss den Angriff mit einen satten Schuss in die rechte Torecke ab. Kamenz’ Torwart Wochnik kam nicht mehr ran und so stand es 2:0 für Stahl Riesa. Zwei Torschüsse und zwei Tore, so was gelang Stahl in der Vergangenheit selten und wenn meist nur dem Gegner.

Kamenz jedenfalls schien nun doch etwas beeindruckt zu sein. Stahl Riesa dagegen ließ nicht locker und attackierte weiter. In der 37. Minute hatte Andre Köhler das 3:0 auf den Kopf, doch sein Kopfball nach einer Ecke konnte auf der Torlinie geklärt werden. In einer abwechslungs- und temporeichen Partie blieb es bis zur Pause beim 2:0.

Für die zweite Halbzeit hatte sich Einheit Kamenz viel vorgenommen und so stürmten sie zunächst mit viel Druck auf das Riesaer Tor. Stahl stand nun etwas tiefer und setzte auf Konter im eigenen Stadion. So hatte Kamenz zwar weiter mehr Spielanteile, doch die klaren Chancen hatte Riesa. In der 56. Minute setzte sich Richard Penicka im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und kam aus 10m zum Torschuss. Doch ging Schuss knapp am Tor vorbei.

Danach kam es in einer intensiv geführten Partie zu weiteren Verletzungsunterbrechungen. Der erst zur Pause eingewechselte Kamenzer Stefan Hoer musste wieder raus. Diese unfreiwilligen Pausen stoppten den Spielfluss und nahmen das Tempo ein wenig aus der Partie. Stahl Riesa kam dies natürlich eher zu Gute, da man versuchte die Führung über die restlichen Spielzeit zu verwalten.

Kamenz drückte weiter ohne aber zu gefährlichen Torchancen zu kommen. Wohl dadurch etwas frustriert nahmen auch die Nicklichkeiten gegen Spielende zu. Franz Häfner fuhr im Laufduell den Ellenbogen gegen Steffen Krechlak aus, was der ansonsten sehr gute Schiedsrichter leider übersah.
Die endgültige Entscheidung besorgte ein unglückliches Eigentor. Richard Penicka hatte sich auf auf rechts durchgesetzt und flankte in die Mitte. Dort kam Andre Köhler an Ball und versuchte einen Volleyschuss. Der Schuss misslang und Kamenz’ Florian Wagner versuchte daraufhin einen Befreiungsschlag, doch dabei rutschte ihm der Ball über den Schlappen ins eigene Tor. Freude pur natürlich auf Seiten von Stahl Riesa die einen überraschend klaren Sieg gegen einen starken Gegner feiern konnten.

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Bericht: Erik Fischer, BSG Stahl Riesa, Fotos: Tilo Schneider, Web: http://www.bsg-stahl-riesa.de

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Fußball, Saison 2016/17, Sachsen, Landesliga, 5. Spieltag, Spielbericht, BSC Freiberg – FC Grimma

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Grimma wieder an der Tabellenspitze / BSC Freiberg - FC Grimma 2:3 (1:1)

Spielbericht vom 5. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen dem BSC Freiberg und dem FC Grimma am 25.09.2016, 15.00 Uhr in der Sportstätte „Platz der Einheit“, Freiberg

BSC Freiberg - FC Grimma 2:3 (1:1)
Freiberg: Heydel – M. Krause, F. Mattheß (ab 74. Seifert), Scholz, Otto, Uhlig – Klengel, Berndt, Gommlich, Berger – Kiontke – Trainer: K. Mattheß
Grimma: Evers – Schabram, Maruhn, Dietrich, Brand – Tröger, Radig – Jackisch, Engler, Wiegner (ab 88. Szepesi) – Jentzsch (ab 81. Kurzbach) – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: Rüdiger (Görlitz) – Schiedsrichter-Assistenten: Wolter, Pirogov (beide Görlitz) – Tore: 0:1 Jentzsch (25.), 1:1 Scholz (45.+1), 1:2 Otto (49., Selbsttor), 1:3 Brand (64.), 2:3 Kiontke (73., Foulstrafstoß – Schabram an Berger) – Gelbe Karten: Otto (Foulspiel – 64.), Berger (Unsportlichkeit – 90.+2) – Tröger (Unsportlichkeit – 45.), Jentzsch (Foulspiel – 63.), Dietrich (Unsportlichkeit – 90.+2) – Rote Karten: Engler (Grimma) wegen groben Foulspiels (67.) – Reservebänke: Mewes, Göhzold, Nana Wandji, Jabbar – Bache (Tor), Gkouvas, Schwarz – Zuschauer: 51 in der Sportstätte „Platz der Einheit“ zu Freiberg

Freiberg. Der FC Grimma grüßt nach dem 5. Spieltag der WEKU-Sachsenliga weiterhin vom Platz an der Sonne. Nach dem formidablen 5:1-Heimerfolg in der Vorwoche gegen den damaligen Tabellenführer VfL 05 Hohenstein-Ernstthal gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe nun beim BSC Freiberg mit 3:2 (1:1) und bildet mit der punktgleichen BSG Stahl Riesa (jeweils 13 Zähler) das aktuelle Spitzen-Duo.

Der Spielfilm aus Freiberg ist schnell erzählt. Über zwei Drittel der Partie waren die Grimmaer die klar bessere Mannschaft und hätten zu diesem Zeitpunkt weit höher als 3:1 führen müssen. Was man allerdings wieder an klaren Möglichkeiten ausließ, lässt sich nur schwer in Worte ausdrücken. Insgesamt machte sich der Tabellenführer das Leben selbst viel zu schwer – eine Rote Karte gegen Rico Engler kam erschwerend hinzu, so dass sich die Partie fortan drastisch ändern sollte (67.).

Die Gastgeber witterten fortan Morgenluft, der Anschlusstreffer sollte zusätzliche Spannung erzeugen. Zwar drängte Freiberg in der Schlussphase in Überzahl mit einer Unmenge an langen Bällen, doch agierten die Gäste im Defensivbereich äußerst konzentriert und brachten letztlich den knappen Sieg über die Zeit.

Mit dem Schwung aus der Vorwoche setzten die Grimmaer sofort die ersten Akzente. Immer wieder gelang es den Gästen mit schnellem und präzisem Passspiel die Fünferkette der Bergstädter in Verlegenheit zu bringen. Bereits in den ersten zehn Minuten hatte die Wohllebe-Elf drei gute Möglichkeiten. Als Mirko Jentzsch von Kevin Wiegner gut in Szene gesetzt wurde, rettete BSC-Innenverteidiger Scholz auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Torhüter (5.), anschließend zeigte sich Heydel im Kasten der Bergstädter bei Versuchen von Jentzsch und Christoph Jackisch auf der Höhe (7., 8.).

Die Einheimischen waren im Defensivbereich frühzeitig komplett gebunden, das Spiel lief nur in eine Richtung. Nach einem Einwurf rettete Uhlig in höchster Not gegen den einschussbereiten Jackisch (17.), den folgenden Eckball köpfte Jentzsch knapp über den Querbalken (18.). Als Tröger aus zentraler Position abzog, zeigte Heydel abermals sein Können (20.).

Die FC-Führung wäre zu diesem Zeitpunkt eigentlich bereits fällig gewesen, doch agierte man vor dem gegnerischen Tor wiederum nicht zielstrebig und zwingend genug. Als nächstes lief Jackisch nach einem blitzschnell vorgetragenen Konter von halbrechts auf Heydel zu und legte die Kugel mustergültig quer. Doch weder der gut postierte Wiegner noch der leicht überraschte Jentzsch konnten das Streitobjekt im BSC-Gehäuse unterbringen – Jentzsch traf dabei nur den Außenpfosten (23.).

Unfassbar, so eine Gelegenheit auszulassen, doch sollten sich die Gäste wenig später glücklicherweise endlich belohnen. Von Robert Schabram gut in Szene gesetzt, flankte Jackisch präzise auf den einlaufenden Jentzsch, der Heydel mit einem platzierten Kopfball überwand – 0:1 (25.). Auch im Anschluss daran änderte sich am Spiel recht wenig.

Freiberg legte sein Hauptaugenmerk weiter stark auf die Defensive und hoffte im Offensivbereich einzig auf Standards, Grimma hatte weiter alles unter Kontrolle und erarbeitete sich weitere Möglichkeiten. Bei zwei Versuchen von Engler fehlte es an der nötigen Genauigkeit (26., 33.), bei Schüssen von Schabram und abermals Engler musste Heydel in höchster Not eingreifen (37., 40.).

Lange Gesichter im Grimmaer Lager dann jedoch kurz vor der Halbzeitpause, als die Einheimischen quasi aus dem Nichts zum Ausgleichstreffer kamen. Einen Freistoß von Berndt beförderte Scholz per Kopf zum 1:1 in die Maschen und stellte den Spielverlauf damit völlig auf den Kopf (45.+1).

Allerdings verdauten die Gäste diesen Nackenschlag in der Halbzeitpause recht gut und kamen voller Elan aus den Kabinen. Einen Eckball von Engler verlängerte Jentzsch per Kopf, der überraschte BSC-Kapitän Otto konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und bugsierte die Kugel aus Nahdistanz ins eigene Tor – 1:2 (49.).

Bereits 60 Sekunden später hätten die Grimmaer dann sofort für die endgültige Entscheidung sorgen müssen, doch ließ man die nächste tausendprozentige Möglichkeit aus. Sehr gut herausgespielt lief Wiegner allein auf das Freiberger Tor zu und hatte nur noch Heydel vor sich. Doch anstatt konsequent diese Gelegenheit abzuschließen, spielte er die Kugel schlampig auf den mitgelaufenen Jentzsch, der aus spitzem Winkel anschließend das Gehäuse verfehlte (50.).

Die Gastgeber blieben dadurch im Spiel, obwohl die Partie bereits zu diesem Zeitpunkt schon längst hätte entschieden sein müssen. BSC-Keeper Heydel tat sein Übriges hinzu, als er zunächst Englers Distanzschuss entschärfte (56.) und anschließend Wiegners Konter-Abschluss an die Lattenoberkante lenkte (64.). Den folgenden Eckball servierte Engler auf den ersten Pfosten – der einlaufende Robin Brand war einen Schritt schneller als Heydel und rammte das Streitobjekt per Kopf zum 1:3 ins Netz (64.).

Erleichterung im Grimmaer Lager, die Partie schien nun endlich gelaufen. Doch weit gefehlt – ein Platzverweis sollte die Begegnung schlagartig ändern. Ein Foulspiel von Engler legte Schiedsrichter Rüdiger (Görlitz) als rotwürdig aus und schickte den Grimmaer vorzeitig zum Duschen (67.). Vorher erhofften sich die Gäste nach einer Attacke an Stefan Tröger im BSC-Strafraum einen „Kann“-Elfmeter, doch blieb die Pfeife des Referees stumm.

Freiberg setzte fortan in Überzahl alles auf eine Karte, auch wenn zunächst die Gäste abermals durch Brand nach vorherigem Jackisch-Freistoß die nächste Gelegenheit besaßen (72.). Die Bergstädter schlugen fortan eine Vielzahl von langen Bällen in Richtung Grimmaer Strafraum und packten nun die Brechstange aus.

Und siehe da, der Anschlusstreffer sollte folgen. Eigentlich purer Wahnsinn, wenn man sieht, dass es die Gäste bis dahin nicht schafften die Partie zu entscheiden. Schabram unterlief im eigenen Strafraum zunächst ein technischer Fehler, anschließend konnte er sich gegen Berger nur per Foulspiel helfen. Den fälligen Elfmeter versenkte BSC-Torjäger Kiontke zum 2:3 (73.).

Nun wurde es noch einmal spannend, doch verstand es die Wohllebe-Elf die langen Bälle fortan konsequent und resolut zu verteidigen. Etwas heikel wurde es zwar noch einmal, als der Schiedsrichter nach einem Zweikampf zwischen Brand und Seifert im FC-Strafraum weiterspielen ließ (90.), doch letztlich brachten die Gäste in der hektischen Schlussphase dank konzentrierter Defensivarbeit den jederzeit verdienten, jedoch viel zu knapp ausgefallenen Auswärtssieg über die Zeit.

Fazit: Wichtige drei Punkte, welche die drei Zähler aus der Vorwoche gegen Hohenstein-Ernstthal vergolden. Allerdings ist nicht zu erklären, warum sich die Mannschaft das Leben selbst so schwer machen musste. Eine völlig inkonsequente Chancenverwertung ließ eine Begegnung bis zum Ende spannend bleiben, welche sie eigentlich niemals hätte sein dürfen.

Nichtsdestotrotz sind die drei Punkte das Wichtigste und diese nehmen die Grimmaer verdientermaßen mit. Wermutstropfen ist jedoch der Platzverweis für Rico Engler, welcher bei diesem dünnen Kader doppelt schmerzt. Er wird der Mannschaft am kommenden Samstag um 14.00 Uhr im Heimspiel gegen den Aufsteiger FC 1910 Lößnitz erst einmal fehlen.

Tom Rietzschel, Teammanager, FC Grimma, Web: http://fc-grimma.de

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Fußball, Saison 16/17, Sachsen, Landeskl. Nord, 5. Spieltag, Spielbericht, Döbelner SC – FC Bad Lausick

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Döbeln hat am Ende zwei Punkte verloren / Döbelner SC - FC Bad Lausick 3:3 (0:1)

Spielbericht vom 5. Spieltag der Landesklasse Nord Sachsens zwischen Döbelner SC und FC Bad Lausick am 24.09.2016, 15.00 Uhr im Gruner-Sportpark, Döbeln

Döbelner SC - FC Bad Lausick 3:3 (0:1)
Döbelner SC: Waite - Peschel, Zimmermann, Berndt, Bunzel, Lißner (70. Thalheim), Glaffig, Morgenstern, Banachowicz, Kowalewicz, Jentzsch (81. Merdma)
FC Bad Lausick: Walper - Richter, Wild, Streubel (75. Kluge), Dust, Kamke (65. Klotz), Ziffert, Mauersberger, Martin, Kalbitz, Wurche
Tore: 0:1 Mauersberger (39.), 1:1, 2:1 Bunzel (54., 60.), 2:2, 2:3 Ziffert (65./Foulelfmeter, 84.), 3:3 Merdma (88.) - Schiedsrichter: Jens Kläber (Dresden) - Zuschauer: 84

Turbulente 90 Minuten, zweimal einen Rückstand egalisiert, in Führung liegend wieder einen Rückstand hinnehmen müssen und am Ende dennoch zwei Punkte verloren – das wäre das kurze Resümee des Döbelner SC nach dem Heimspiel gegen den FC Bad Lausick. „Wir haben uns in der Anzahl mehr Möglichkeiten erspielt, doch diese nicht konsequent zu Ende gespielt. Bad Lausick warstets gefährlich, dennoch sind es für uns mehr zwei verlorene Punkte als ein gewonnener Punkt“, fasste Rene Hüttmann nach dem Spiel zusammen.

Bereits vor den Spiel gab es auf Seiten des Gastgebers die erste Schrecksekunde. Torwart Franz Hampel verletzte sich beim Aufwärmen, so dass Nicholas Waite sein Pflichtspieldebüt gab. Doch auch er war bei den drei Gegentoren machtlos.

Die Anfangsphase verschliefen die Döbelner komplett. Abstimmungsprobleme zwischen den Mannschaftsteilen und Unkonzentriertheiten ließen den FC Bad Lausick bereits nach drei Minuten durch Andreas Streubel zum Schuss kommen.

Beide Teams gingen offensiv zu Werke, was der Partie gut tat. Was ihr nicht gut tat, war das Fehlen von zwingenden Torchancen. Toni Bunzel verpasste mit einem Kopfball aus wenigen Metern das Tor, danach passierte lange nichts. Erst nach einer halben Stunde passierte wieder etwas in den Strafräumen, als Danny Kamke aus spitzem Winkel einfach mal abzog.

Die Kurstädter waren insbesondere über die linke Abwehrseite des DSC gefährlich, so war es auch kein Wunder, dass das 0:1 durch Jens Mauersberger nach einem solchen Angriff entstand, in dem Bad Lausicks Torschütze freistehend einschieben konnte.

In der Halbzeitpause ermahnte Döbelns Verantwortlicher Hüttmann seine Mannschaft, „gedanklich und kämpferisch noch eine Schippe drauf zu legen, sonst können wir uns einen Erfolg hier abschreiben“. Und die Mannschaft tat dies auch. Mit schnellen Passspielen über die Flügel wurde immer wieder Toni Bunzel gesucht, der sich dann auch binnen sechs Minuten mit Toren für die Vorlagen bedankte.

In der 54. Minute war es Patrick Peschel, der „Suppe“ bediente, sechs Minuten später sah Johannes Jentzsch den besser postierten Mittelstürmer, so dass es nun 2:1 stand. Doch richtig lange dauerte die Freude über die Führung nicht. In der 65. Minute zeigte Schiedsrichter Jens Knäbel nach einem Foulspiel im Strafraum auf den Elfmeter. Bad Lausicks Routinier Eric Ziffert ließ sich die Chance nicht nehmen und ließ Torwart Nicholas Waite ins Leere springen.

Warum die Döbelner nach diesem Tor völlig von der Rolle waren und über viele Minuten nichts produktives mehr auf das Spielfeld brachten, wird ihr Geheimnis bleiben. So mussten sie sogar um den Punkt bangen, denn in der 84. Minute stieg Eric Ziffert nach einem Eckball am höchsten und köpfte zur erneuten Gästeführung ein.

Doch dann gab es ja noch die 88. Minute und den zuvor eingewechselten Mohcine Merdma. Den Ball auf der rechten Seite bekommend, machte Döbelns Marrokaner drei Schritte in die Mitte und zirkelte den Ball sehenswert und unhaltbar ins lange Eck zum umjubelten 3:3-Ausgleichstreffer.

Danach hatten die Platzherren noch einige Möglichkeiten, doch fehlte beim letzten Zuspiel oder den Flanken die Genauigkeit, so dass es beim 3:3-Unentschieden blieb.

Bericht: S. Lormis, Presse- & Stadionsprecher des Döbelner SC

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Fußball, Saison 2016/17, Sachsen, Landesliga, 5. Spieltag, Vorbericht, BSC Freiberg – FC Grimma

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Grimmaer wollen Tabellenspitze verteidigen / BSC Freiberg (9.) - FC Grimma (1.)

Vorschau auf den 5. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen dem BSC Freiberg und dem FC Grimma am 25.09.2016, 15.00 Uhr in der Sportstätte „Platz der Einheit“, Freiberg

Nach der richtig guten Vorstellung, als man den bisherigen Spitzenreiter VfL 05 Hohenstein-Ernstthal daheim klar mit 5:1 (2:1) bezwingen konnte, hat sich der FC Grimma nach vier Spieltagen erst einmal an die Tabellenspitze der WEKU-Sachsenliga gesetzt. Dabei lieferten die Muldestädter am vergangenen Samstag ihre beste Saisonleistung ab, bleiben dabei über 90 Minuten stabil und verdienten sich somit diesen Erfolg absolut. Doch dieses klasse Spiel ist schon wieder Schnee von gestern. Am Wochenende hat sich die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe beim unangenehmen BSC Freiberg erneut zu beweisen – ein Gegner, der seit drei Meisterschaftsspielen ungeschlagen ist und damit ebenfalls etwas Selbstvertrauen haben dürfte. Der Anstoß in der Freiberger Sportstätte „Platz der Einheit“ erfolgt am Sonntag um 15.00 Uhr.

Seit zwei Jahren agieren die Bergstädter wieder in der höchsten sächsischen Spielklasse und konnten nach ihrem Comeback dabei zwei unterschiedlichen Resultate erzielen.

In der Saison 2014/15 kam man als Neuling auf einen mehr als beachtenswerten 9. Platz und holte dabei immerhin 42 Punkte, in der darauffolgenden – vergangenen – Spielserie wurde man mit einer vor der Saison total umgekrempelten Mannschaft nur Vorletzter mit 23 Zählern. Nur der glückliche Umstand, dass der FSV Zwickau II und der Heidenauer SV ihre Teams zurückzogen, aus der Landesklasse Mitte keine Mannschaft aufsteigen wollte und dass es aus der Amateur-Oberliga keinen sächsischen Absteiger gab, musste sportlich kein Team aus der Sachsenliga absteigen. Sonst wäre es für den BSC Freiberg richtig eng geworden, doch letztlich blieb sogar das Schlusslicht aus Reichenbach in der Staffel.

Umso erfreuter ist man in der Bergstadt auch in dieser Saison weiterhin in der höchsten sächsischen Spielklasse auf Punktejagd gehen zu können. Auch in der Sommerpause gab es im Kader des BSC wieder einige Veränderungen. Dies fing schon beim Trainer an. Steve Dieske, der die Freiberger vor drei Jahren wieder in die Sachsenliga führte, verließ die Kommandobrücke und steht seit dem 01.07. beim Landesklassisten SV Olbernhau unter Vertrag.

Neuer Steuermann ist Kay Matthes, der vor Jahren im Nachwuchsbereich bei Dynamo Dresden arbeitete. Neben dem Cheftrainer verließen auch einige Spieler den Verein. So folgten beispielsweise Stephan Schäfer und Marcel Sensfuß ihrem Trainer mit nach Olbernhau, Sirko Klausnitzer wechselte zum SG Weixdorf, Ersatz-Torhüter Sören Geiger heuerte beim SV Germania Mittweida an.

So hofft Trainer Matthes mit den Neuzugängen diese Abgänge kompensieren zu können. So wechselte Paul Kiontke mit der Empfehlung nach Freiberg, beim Landesklassisten SpVgg Grün-Weiß Coswig in der vergangenen Spielzeit 20 Saisontore erzielt zu haben. Weiterhin verpflichtete man mit Fritz Mattheß (SV Dresden-Pillnitz) sowie Florian Klengel (Rotation Dresden) zwei hoffnungsvolle Talente aus der Landeshauptstadt.

Mit dieser leicht veränderten Mannschaft hofft man nun auch in dieser Saison erfolgreich den Klassenerhalt zu ermöglichen. Dabei gelang ein recht ordentlicher Start in die neue Serie. Nach einer 0:2-Auftaktniederlage in Hohenstein-Ernstthal holte man in den zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen immerhin vier Punkte. Nach einem beachtenswerten 2:2-Remis gegen das Spitzenteam der BSG Stahl Riesa folgte ein 3:2-Erfolg über den Aufsteiger FC 1910 Lößnitz.

Am vergangenen Wochenende erholte man sich binnen kurzer Zeit von einem 0:2-Rückstand beim Neuling VfB Zwenkau, um letztlich beim 2:2 noch einen Punkt mitzunehmen. Somit belegen die Bergstädter derzeit mit fünf Punkten den 9. Tabellenplatz, was den positiven Trend der letzten Wochen bestätigt.

Dagegen ist die Pokalsaison für den BSC nach einer 2:4-Heimniederlage in der 3. Hauptrunde gegen den VfB Empor Glauchau bereits beendet, wo man jedoch in der Bergstadt nicht besonders nachtrauert – die Meisterschaft hat eindeutigen Vorrang.

Der FC Grimma ist indes natürlich bestrebt, seine erfolgreichen Wochen fortzusetzen. Beim 5:1-Heimsieg über Hohenstein-Ernstthal zeigte die Mannschaft sehr eindrucksvoll, zu welch Leistungen die Elf imstande ist. In spielerischer Hinsicht steigerte sich die Truppe im Vergleich zu den letzten Wochen, auch in Sachen Effektivität agierte man am Samstag äußerst positiv. Dennoch weiß die Truppe, dass eine ähnliche Vorstellung abzurufen ist, um auch in Freiberg wieder etwas mitzunehmen. Dazu ist von jedem Einzelnen jedoch wieder einhundert Prozent abzurufen.

Im letzten Jahr gelang dies gegen Freiberg sehr gut – beide Partien konnte man gegen die Bergstädter siegreich gestalten (3:1/H, 4:1/A). Jedoch waren beide Begegnungen zwischenzeitlich richtig eng, was durchaus das Potenzial des BSC unterstreicht. Insgesamt ist man für die Partie am Sonntag aber gut vorbereitet.

Innerhalb der Trainingswoche wurde gut gearbeitet, so dass man nun hofft, die positiven Dinge nun auch im Wettkampf wieder umsetzen zu können. Auch personell kann die Elf von Trainer Daniel Wohllebe quasi aus dem Vollen schöpfen.

Mirko Dietrich und Stefan Maruhn sind aus ihrem 14-tägigen Amerika-Urlaub zurückgekehrt und stehen dem Team wieder zur Verfügung. Auch aus diesem Grund fährt die Elf guten Mutes in die Bergstadt, mit der Hoffnung, auch das Wochenende aus Grimmaer Sicht wieder positiv zu gestalten.

Tom Rietzschel, Teammanager, FC Grimma, Web: http://fc-grimma.de

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Fußball, Saison 16/17, Sachsen, Landesklasse Nord, 4. Spieltag, Bericht, SV Eintracht Sermuth – Döbelner SC

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Döbelner sind drin in der Saison / SV Eintracht Sermuth - Döbelner SC 2:5 (1:2)

Spielbericht vom 4. Spieltag der Landesklasse Nord Sachsens zwischen SV Eintracht Sermuth und Döbelner SC am 18.09.2016, 15.00 Uhr auf dem Sportplatz Sermuth

SV Eintracht Sermuth - Döbelner SC 2:5 (1:2)
SV Eintracht Sermuth: Heinitz - Kuhrt, Martin, Woitschach, Paffrath, Erfurth, Golinski,Holletzek (78. Krelke), Linke, Eidam, Ehrlich
Döbelner SC: Hampel - Freier, Peschel (83. Merdma), Schwarz (68. Berndt), Zimmermann, Bunzel, Lißner, Glaffig, Banachowicz, Kowlaewicz, Jentzsch (60. Böttcher)
Tore: 0:1 Lißner (36.), 1:1 Erfurth (36.), 1:2, 1:3 Bunzel (40., 62.), 2:3 Holletzek (67.), 2:4 Böttcher (77.), 2:5 Bunzel (82.)
Schiedsrichter: Bürk Haubner (Zwickau) - Zuschauer: 80

Mit einem 5:2-Auswärtssieg kehrten die Döbelner am gestrigen Sonntag aus Sermuth zurück. Nach den beiden Auftaktpleiten haben die DSC-Spieler mit dem zweiten Sieg in Folge einen Fehlstart abwenden können und weiter Selbstvertrauen tanken können.

Auch wenn Toni Bunzel mit drei Toren und zwei Vorlagen erneut seine Offensivstärken unter Beweis stellte, so waren die schlechten Abwehrreihen beider Teams der Grund für die zahlreichen Tore. Die auf der Döbelner Seite machte jedoch nicht ganz so viele Fehler.

Von Beginn an waren die Gäste das bestimmende Team auf dem Platz und erarbeitete sich schnell eine große Anzahl von guten Möglichkeiten. Toni Bunzel und Roy Lißner besaßen die besten Möglichkeiten, doch vergaben diese zum Teil leichtfertig. In der 35. Minute ging es dann schlag auf Schlag. Jan Erfurth besaß die erste Möglichkeit für den SV, doch sein Schuss flog übers Tor. Bei dem weiten Abschlag von Franz Hampel setzten Döbelns Offensivkräfte den Gegner so unter Druck, dass ein Fehlpass bei Toni Bunzel landete, dieser uneigennützig zu Roy Lißner abspielte, welcher sich die Chance zum 0:1 nicht nehmen ließ.

Doch pfiff Schiedsrichter Bürk Haubner das Spiel an, hatten die Döbelner plötzlich Anstoß. Jan Erfurth nutzte eklatante Unkonzentriertheiten in der Döbelner Hintermannschaft zum sofortigen Ausgleich. Aber die Döbelner ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, vier Minuten später war es dann Toni Bunzel selbst, der seine Mannschaft erneut in Führung brachte.

Und als er in der 62. Minute nach gutem Zuspiel von Patrick Peschel das 1:3 erzielte, dachten viele schon, die Partie sei gelaufen. Doch weit gefehlt. Franz Hampel rückte in dieser Phase immer mehr in den Vordergrund und hielt mit einigen Glanzparaden seine Mannschaft in Front. Nur beim herrlichen Schuss von Benjamin Holletzek war er machtlos.

„Hätten wir Franz in dieser Phase nicht im Tor gehabt, so hätten wir wohl hinten gelegen. Er hat damit auch einen entscheidenden Teil am Erfolg“, so Co-Trainer Rene Hüttmann. Nach dem Anschlusstreffer brauchten die Döbelner etwas, um wieder auf Touren zu kommen. Der eingewechselte Rene Böttcher drosch in der 76. Minute nach einer Kopfballablage von Toni Bunzel den Ball zum 2:4 in die Maschen, kurz darauf machte Döbelns ältester Spieler selbst den Deckel drauf und erzielte abgeklärt das 2:5.

Döbelns Verantwortlicher Rene Hüttmann sagte zu dem Spiel: „Auch wenn heut in der Defensive nicht alles geklappt hat, nach vorn haben wir das richtig gut gemacht und die Fehler des Gegners konsequent bestraft. Der Sieg gibt uns weiter Auftrieb.“

Bericht: S. Lormis, Presse- & Stadionsprecher des Döbelner SC

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Fußball, Saison 2016/17, Sachsen, Landesklasse Nord, 4. Spieltag, Spielbericht, Bornaer SV 91 – HFC Colditz

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Colditz gewinnt die Wasserspiele in Borna / Bornaer SV 91 - HFC Colditz 1:3 (0:3)

Spielbericht vom 4. Spieltag der Landesklasse Nord Sachsens zwischen dem Bornaer SV 91 und HFC Colditz am 17.09.2016, 15.00 Uhr im Rudolf-Harbig-Stadion Borna

Die Älteren werden sich noch an die Zeit erinnern können, als Kinder sich in der Freizeit trafen und miteinander spielten statt mit ihren neuen elektronischen Freunden. Da ergab es sich schon mal, dass der Zehnjährige gegen den Vierzehnjährigen in den Wettlauf musste, und der Jüngere bekam natürlich einen Vorsprung mit auf den Weg. So ähnlich müssen sich das wohl die Fußballer vom Bornaer SV 91 gedacht haben an diesem total verregneten Samstag-Nachmittag

im Harbig-Stadion auf einem Spielfeld, dass nach den Wasserbällen schrie!
Aber es ging mit einem Lederball los und es gab den besagten Vorsprung für den Liga-Jüngeren, denn die Gastgeber, die im offiziellen Stadion-Heft schon auf Seite 2 verkündeten, dass sie auf ‚Rache‘ aus sein würden für ihre desolate Vorstellung beim 1:8 im letzten Aufeinandertreffen in Hausdorf (Warum eigentlich ‚Rache‘, und warum an den Colditzern, die waren echt gut damals!?), diese Gastgeber ließen den HFC erstmal an der langen Leine über den rutschigen Untergrund spielen und gewährten ihm bei der Platzwahl sogar die trockenere Seite des Platzes als Angriffszone.

Bei so viel Entgegenkommen ließen sich die Schwibs, Purrucker, Lindner & Co freilich nicht zweimal bitten und schraubten den Vorsprung innerhalb von 8 Minuten nach Toren von Schwibs (Traum-Freistoß!) und Purrucker schon mal auf 2:0, Carlo Purrucker legte nach einer guten halben Stunde nach toller Vorarbeit des starken Lindner noch das 3:0 nach. Aber auch die Hausherren hatten ihre Möglichkeiten, besonders nach Standards entstanden immer wieder einmal brenzlige Situationen vorm Frenzel-Tor, aber der Colditzer Schlussmann hatte einen Sahne-Tag erwischt und hielt den Vorsprung bereits in der 1. Halbzeit mit einigen klasse Paraden ganz fest, während seine Offensivabteilung Chancen zum Ausbau der Führung liegen ließ.

Und wie das auch früher bei besagtem Kinderspiel oft war, wundert sich der mit dem großen Vorsprung irgendwann, wo der Verfolger denn abgeblieben ist, stoppt und geht vielleicht sogar ein Stück des Weges zurück, um nachzuschauen, wo der bleibt. So begann die 2. Spielhälfte in Borna, als in der 47. Minute HFC-Kapitän Möbius einen relativ ziellosen Ball in Richtung des Colditzer Tores sicher klären wollte und mit seiner Rückgabe den eigenen Torwart überlupfte – Colditz hatte sein 4. Tor gemacht, leider aber für den Gegner.

Der wiederum hatte sich in der Halbzeitpause überlegt, dass man dem Gast vielleicht doch zu viel Vorsprung gegeben hatte und nun etwas mehr tun müsste, um ihn doch noch einzuholen! Und die Colditzer, gerade noch auf dem Weg zurück auf der Suche nach dem Verfolger, die sahen sich plötzlich inmitten von rassigen Zweikämpfen und viel eher störenden und mit mehr Risiko anstürmenden Gegenspielern, die sich so im Nachhinein das eine ‚geschenkte‘ Tor mehr als verdienten und sich später vielleicht fragten, warum man nicht gleich so zu Werke gegangen war.

Der Rest ist schnell erzählt, denn natürlich boten sich den Gästen nun weitere Einschussmöglichkeiten gegen einen weit herausrückenden Gegner, aber es gelang leider keinem Schützen, den Ball noch ein weiteres Mal in des Gegners Tor zu befördern, ein großartiger Frenzel hielt seinen Kasten nun sauber und hielt sogar einen Elfmeter, sodass es letztlich beim verdienten Auswärtssieg blieb, der auch von Combacker Billy Schindler kräftig und lautstark gefeiert wurde.

In einer Woche gilt es nun, zuhause gegen starke Liebertwolkwitzer eine noch bessere Leistung abzurufen, dann vielleicht schon wieder mit Verstärkung von der derzeit prominent besetzten Verletztenliste bzw. Auswechselbank.

Der HFC Colditz spielte mit: Frenzel - Wächter (S. Antony), Möbius, Mörtlbauer, Leonhardt- Lindner, F. Richter, P. Richter, Kowalschek (Buhrig) - Schwibs (1), Purrucker (2) (Schindler)

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Jens Richter, Koordinator Öffentlichkeitsarbeit HFC Colditz, http://hfc-colditz.de