Button Silver FC Grimma

Saison 16/17, Sachsen, Landesliga, 15. Spieltag, Vorbericht, FC Grimma – VfB Empor Glauchau

Button Silver FC Grimma Button Rund Silver VfB Empor Glauchau
Lösbare Aufgabe für Grimma / FC Grimma (3.) - VfB Empor Glauchau (8.)

Vorschau auf den 15. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen FC Grimma und VfB Empor Glauchau am Samstag, 03.12.2016, 13.30 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Grimma

Die Hinrunde der WEKU-Sachsenliga neigt sich langsam dem Ende entgegen – die meisten Mannschaften schließen am Wochenende die erste Halbserie ab. Nicht so der FC Grimma, der noch zu zwei Punktekämpfen antreten muss. Neben der Partie gegen den VfB Empor Glauchau, welchen man am Samstag um 13.30 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion auf Kunstrasen empfängt, reisen die Schützlinge von Trainer Daniel Wohllebe am kommenden Wochenende zum Aufsteiger VfB Zwenkau, wo die bereits schon einmal ausgefallene Meisterschafts-Partiel vom 7. Spieltag nachgeholt wird.

Insgesamt können die Muldestädter mit ihrer bisher gespielten Hinrunde absolut zufrieden sein. 27 Punkten aus 12 Spielen zeigen eindrucksvoll, welch Qualitäten der extrem kleine Kader besitzt. Doch ist man im Grimmaer Lager bis zur Winterpause natürlich hungrig auf mehr, gerade jetzt werden die Beine nicht hochgelegt. In den restlichen beiden Spielen möchte man natürlich weiter auf dem Punktekonto anschreiben. Derzeit belegt man den 3. Tabellenrang – das Spitzenduo Eilenburg (33 Punkte) und Kamenz (32) hat ein bzw. zwei Spiele mehr absolviert. Doch wird sich die Tabelle bis zur Winterpause dementsprechend wieder bereinigen. Daher ist es wichtig, in den letzten beiden Begegnungen noch einmal alles rauszuholen was möglich. Gegen den VfB Empor Glauchau hat man am Samstag bereits eine äußerst knifflige Aufgabe zu lösen.

Nach einem 14. bzw. 12. Platz in ihren ersten zwei Sachsenliga-Jahren bestreitet der VfB Empor Glauchau in diesem Jahr seine dritte Serie in Folge in der höchsten sächsischen Spielklasse. Derzeit mit 14 Punkten auf Position acht rangierend, liegt man derzeit acht Zähler über der Abstiegszone, doch ist man sich in Westsachsen im Klaren, dass man in der Rückrunde weiterhin eifrig punkten sollte, will man in dieser Saison nichts mit dem Tabellenkeller zu tun haben. Dabei ging es in Glauchau gleich sehr gut los, schließlich bezwang man am Premieren-Spieltag daheim den NFV Gelb-Weiß Görlitz klar mit 5:2.

Doch die Freude darüber hielt sich nicht allzu lange, vor allem, weil man in den folgenden Spielen kaum punkten konnte. Nachdem die Görlitzer ihre Mannschaft nach dem vierten Spieltag zurückzogen, wurde der hohe Glauchauer Heimsieg dementsprechend auch noch gestrichen, was für die Westsachsen erschwerend hinzukam.

So belegte der VfB Empor nach neun Spielen bei nur drei Unentschieden den letzten Rang (Görlitz ausgenommen). Doch in den folgenden Begegnung schaffte es die von Mario Weiß trainierte Mannschaft, sich aus dem unmittelbaren Tabellenkeller zu entfernen. Durch Heimsiege über Taucha (2:0) und Freiberg (5:4) sowie einem Auswärtsdreier beim Derby in Hohenstein-Ernstthal (3:1) und jeweils einem Punkt in Reichenbach (1:1) und Riesa (3:3) verabschiedete sich Glauchau klammheimlich ins Mittelfeld. Diese kleine Serie von fünf Spielen ohne Niederlage endete dann mit einer 1:3-Niederlage beim Aufsteiger in Lößnitz. Am vergangenen Wochenende wollten die Westsachsen dann das Heimspiel gegen den Neuling aus Zwenkau unbedingt siegreich gestalten um wieder in die Spur zu kommen. Jedoch kam der VfB Empor in dieser Begegnung nicht über ein torloses Remis hinaus. Auf dem ersten Blick vielleicht etwas zu wenig, allerdings wurde damit der Abstand zur kritischen Tabellenregion behauptet.

Der energische Zwischenspurt der Mannschaft zeigt jedoch eindrucksvoll, welch Potenzial die Truppe besitzt. Dies kommt auch nicht von ungefähr, schließlich tragen einige Akteure das Glauchauer Trikot, welche bereits höherklassig oder auf der gleichen Spielklassenebene bei anderen Vereinen agiert haben. Zu allererst ist dabei Sturmführer Carsten Pfoh zu nennen, der jahrelang für den VfB Auerbach auf Torejagd ging. Torhüter Tom Seyfarth besitzt Sachsenliga-Erfahrung beim FSV Zwickau II und beim Reichenbacher FC, aus der Zwickauer Reserve-Mannschaft kamen mit Robin Hölzel, Johannes Gemeinhardt oder Damian Adamczewski weitere Offensiv-Alternativen hinzu. Weiterhin besitzen John Weise (Hohenstein-Ernstthal) oder Martin Sprunk (Inter Leipzig) ebenfalls bereits Sachsenliga-Erfahrung. Schritt für Schritt hat sich die Elf von Trainer Mario Weiß in den letzten Jahren weiterentwickelt, so dass es das Team jedem Kontrahenten der Staffel schwer machen kann. Wenn man berücksichtigt, dass Hölzel (9 Saisontore), Pfoh und Sprunk (beide 5) 19 der insgesamt erzielten 23 Treffer in dieser Saison beigesteuert haben, zeigt dies, auf welche Akteure der VfB Empor kaum verzichten kann.

Sehr zufrieden war man im Grimmaer Lager mit der letztwöchigen Darbietung beim Spitzenreiter in Kamenz. Natürlich – streng genommen – wäre insgesamt sogar noch mehr möglich gewesen als das Unentschieden, doch hätte man das Remis vor dem Spiel mit Sicherheit blanko unterschrieben. Vor allem beeindruckte die äußerst geschlossene Vorstellung in der Lessingstadt, was unterstreicht, dass die Elf als Einheit funktioniert. Letztlich war man näher an den drei Punkten als die Einheimischen, welche jedoch trotzdem in ihrer Spielanlage sehr gefällig blieben. Diesen einen Zähler aus Kamenz kann man nun als sehr gute Basis für die letzten beiden Begegnungen nehmen.

Die Art und Weise, wie man über 90 Minuten in der Westlausitz agierte, war schon beeindruckend. Leider gelang es der Mannschaft jedoch nicht die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen – dann wäre statt einem Punkt sogar drei drin gewesen. Doch der Fokus innerhalb der Trainingswoche lag insgesamt klar auf dem letzten Heimspiel des Jahres 2016. Gegen Glauchau möchte man daheim noch einmal alles abrufen und vor heimischer Kulisse weiter anschreiben.

Von den bisherigen sieben Heimspielen gewann die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe immerhin sechs – einzig gegen Stahl Riesa gelang daheim beim 1:1 nur ein Teilerfolg. Man ist sich im Klaren, was auf die Truppe am Samstag zukommt und ist gut vorbereitet. Personell sieht es weiter ganz gut aus. Nur Benjamin Wagner (Knie) fehlt weiterhin.

Tom Rietzschel, Teammanager, FC Grimma, Web: http://fc-grimma.de

Button Silver HFC Colditz

Saison 16/17, Sachsen, Landesklasse Nord, 14. ST, Spielbericht, HFC Colditz – SV Eintracht Sermuth

Button Silver HFC Colditz Button Silver SV Eintracht Sermuth
HFC Colditz klarer Derby-Sieger / HFC Colditz - SV Eintracht Sermuth 8:1 (3:0)

Spielbericht vom 14. Spieltag der Landesklasse Nord Sachsens zwischen dem HFC Colditz und dem SV Eintracht Sermuth am 27.11.2016, 14.00 Uhr, Sportplatz Hausdorf (B176)

Die Landesklasse-Fußballer des HFC Colditz ließen im Colditzer ‚Gemeinde- Derby‘ gegen den Aufsteiger aus Sermuth nichts anbrennen und setzten sich am Ende klar und deutlich mit 8:1 durch.

Was mit einer geruhsamen Anfangsviertelstunde begann, als der Ball noch weniger zielstrebig durch die Colditzer Reihen lief, dass entwickelte sich mit dem 1:0 durch Torjäger-Kapitän Martin Schwibs in der 17. Spielminute mehr und mehr zu einem souveränen Auftritt des Favoriten, denn die Gäste hatten nicht wirklich die Mittel, diesem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, wechselten auch erstaunlich früh gleich zweimal und kassierten in dieser recht glanzlosen Halbzeit schon vor der Pause weitere Treffer durch Combacker Patrick Hußner (28. Minute) und erneut Schwibs(33. Minute).

Kurz nach dem Pausentee war wie vor Wochenfrist Zerbe-Zeit, denn nach unwiderstehlichem Solo-Lauf Purruckers und perfekter Hereingabe konnte Christopher Zerbe den Ball in der 47. Minute zum 4:0 im Sermuther Tor unterbringen – der Auftakt einer torreichen zweiten Halbzeit war gemacht! Es folgte wenig später ein weiterer Treffer durch Carlo Purrucker, der sich so für seine engagierte Leistung im Angriff belohnen konnte. Die Gäste hatten inzwischen den letzten Wechsel vollzogen und mit Paffrath einen Spieler gebracht, der mit seiner körperlichen Präsenz für Gefahrenmomente im Mittelfeld sorgen konnte und auch den Freistoß herausholte, aus dem in der 57. Minute der Ehrentreffer der Gäste entsprang, als Eidam den Querschläger aus der angeschossenen Mauer gedankenschnell aufnehmen und ins Colditzer Tor befördern konnte.

Der Rest ist schnell erzählt, denn damit waren die Gäste scheinbar zufrieden, für den Rest des Spieles zeigten sie wenig kämpferische Tugenden, um den HFC-Angriffswirbel zu stoppen, waren oft weit weg von ihren Gegenspielern und mussten am Ende nach 3 Colditzer Wechseln, zahlreichen HFC- Torchancen, drei weiteren Schwibs-Toren und einem verschossenen Schindler-Elfmeter und einem Platzverweis wegen Gelb-Rot froh sein, mit einer einstelligen Niederlage die kürzeste aller Heimreisen antreten zu können.

Die HFC-Spieler ihrerseits kamen zu einem überraschend hohen Derby-Sieg, ohne wirklich an ihre Grenzen gehen und glänzen zu müssen. Das Fehlen von Mittelfeld-Stratege Sandro Antony konnte kompensiert werden und einige lange verletzte Spieler konnten wertvolle Spielpraxis sammeln vorm Hinrunden-Endspurt bei Elbaue Torgau und in Leipzig bei den Roten Sternen. Weitere 6 Punkte sind zu vergeben und wären schließlich eine schöne vorzeitige Bescherung.

Der HFC spielte mit: Frenzel - Dietrich, Leonhardt, Mörtlbauer, P. Richter - Zerbe(1), F. Richter (Kowalschek), Jahn, Hußner(1) (Lindner) - Purrucker(1)(Schindler), Schwibs(5)

16-17-lknord-14-st-colditz-gg-sermuth-dsc_0150

16-17-lknord-14-st-colditz-gg-sermuth-dsc_0196

16-17-lknord-14-st-colditz-gg-sermuth-dsc_0227

16-17-lknord-14-st-colditz-gg-sermuth-dsc_0629

Jens Richter, Koordinator Öffentlichkeitsarbeit HFC Colditz, http://hfc-colditz.de

Button Black Döbelner SC

Fußball, Saison 16/17, Sachsen, Landesklasse Nord, 14. Spieltag, Spielbericht, Döbelner SC – Bornaer SV

Button Black Döbelner SC Button Silver Bornaer SV 91
Niederlage absolut verdient / Döbelner SC - Bornaer SV 0:3 (0:2)

Spielbericht vom 14. Spieltag der Landesklasse Nord Sachsens zwischen dem Döbelner SC und dem Bornaer SV am 26.11.2016, 14.00 Uhr im Gruner-Sportpark, Döbeln

Döbelner SC - Bornaer SV 0:3 (0:2)
Döbelner SC: Niepel - Freier, Peschel, Zimmermann, Bunzel, Lißner (78. Merdm), Glaffig, Morgenstern, Banachowicz, Kowalewicz, Thalheim
Bornaer SV: Dietze - Nickel, Gersonde, Wangermann, Pscherer, Winkler, Heine, Haase, Treibl, Schröder (86. Mennecke), Baetge
Tore: 0:1 Haase (19.), 0:2 Schröder (37.), 0:3 Nickel (79.) - Schiedsrichter: Leon-Philipp Dastych (Leipzig) - Zuschauer: 46

Gegen den Bornaer SV wollten die Döbelner zumindest nach Punkte her in der Tabelle aufschließen und sich Luft im Abstiegskeller zu verschaffen. Doch nach der verdienten 0:3-Niederlage wurde die Luft etwas enger und die Mannschaft steht kommende Woche im letzten Spiel des Jahres in Torgau schon sehr unter Druck, wenn sie sportlich gesehen keine unruhigen Festtage erleben will.

Die Gäste waren von Beginn an aggressiver und setzten Döbeln bereits im Spielaufbau unter Druck, ohne sich jedoch große Chancen zu erspielen. Roy Lißner hatte die erste nennenswerte Möglichkeit für seine Mannschaft, doch landete sein Freistoß genau in den Armen von Dominique Dietze.

Auf der Gegenseite zeigten die BSC-Spieler kurz darauf, wie ein Konter erfolgreich zu Ende gespielt wird. Marko Nickel bekam auf der rechten Seite den Ball zugespielt und lief der Abwehr davon. Seine Eingabe in die Mitte fand Tom Haase, der freistehend zum 0:1 einschob. Auch danach bekamen die Döbelner keinen Zugriff auf den Gegner, Torchancen oder gar vielversprechende Offensivaktionen waren Seltenheit. Die Bornaer hingegen waren effektiv, auch die zweite richtige Torchance war ein Tor. Dieses Mal verwertete Christopher Schröder eine halbhohe Eingabe von Marko Nickel mit der Hacke zum 0:2.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Döbelner, sich gegen die drohende Niederlage zu wehren. Doch ein Freistoß von Toni Bunzel, der flach in die Mauer geschossen wurde und einen Treffer ans Lattenkreuz waren die einzigen gefährlichen Torraumszenen auf DSC-Seite. Die Bornaer machten in der 79. Minute den Deckel endgültig drauf, als Marko Nickel einen Konter zum 0:3 vollendete.

Trainer Uwe Zimmermann sagte nach dem Spiel: „Wir haben als Mannschaft eine richtig schlechte erste Halbzeit gespielt. Auch wenn wir es dann in der zweiten Halbzeit besser gemacht haben, aber ohne Torgefahr können wir kein Spiel gewinnen. Von daher ist die heutige Niederlage absolut verdient.“

Bericht: S. Lormis, Presse- & Stadionsprecher des Döbelner SC, Web: http://www.fussball-doebelner-sc.de

Button Silver FC Grimma

Fußball, Saison 2016/17, Sachsen, Landesliga, 14. ST, Spielbericht, SV Einheit Kamenz – FC Grimma

Button Silver SV Einheit Kamenz Button Silver FC Grimma
Rassiges Spitzenspiel ohne Tore / SV Einheit Kamenz - FC Grimma 0:0

Spielbericht vom 14. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen SV Einheit Kamenz und FC Grimma am Samstag, 26.11.2016, 14.00 Uhr im Stadion der Jugend, Kamenz

SV Einheit Kamenz - FC Grimma 0:0
Kamenz: Wochnik – Prentki, Vrabec, Charuza, Brückner – Ranninger – Häfner, Rehor (ab 77. Heine), Kotyza, Grellmann (ab 86. Schidun) – Novotny – Trainer: Rietschel
Grimma: Evers – Brand, Maruhn, Dietrich, Kurzbach – Tröger, Schwarz (ab 76. Radig) – Jackisch, Engler, Wiegner – Jentzsch – Trainer: Wohllebe
Schiedsrichter: Schönfelder (Niederwürschnitz) – Schiedsrichter-Assistenten: Jacob (Dresden), Kosmale (Zwickau) – Gelbe Karten: Prentki (Foulspiel – 19.), Ranninger (Handspiel – 61.), Novotny (Foulspiel – 66.) – Maruhn (Foulspiel – 35.), Kurzbach (Foulspiel – 81.), Engler (Meckern – 86.) – Reservebänke: Stein (Tor), Wocko, Neumann, Herzig, Tänzer – Friedrich (Tor), Szepesi, Schabram – Zuschauer: 102 im Stadion der Jugend zu Kamenz

Kamenz. Es war ein rassiges Spitzenspiel, welches sich Spitzenreiter SV Einheit Kamenz und der FC Grimma am 14. Spieltag der WEKU-Sachsenliga lieferten. Das einzige, was an dieser äußerst interessanten Partie fehlte, war das Salz in der Suppe – sprich die Tore. Die Muldestädter verdienten sich diesen Punkt in der Lessingstadt absolut. Man präsentierte sich während der gesamten Spielzeit sehr konzentriert, agierte als Kollektiv äußerst geschlossen und war insgesamt dem Sieg aufgrund der vorhandenen Tormöglichkeiten doch etwas näher als die Einheimischen.

Doch auch der bisherige Tabellenführer hatte, speziell in den ersten 45 Minuten, durchaus auch Gelegenheiten, so dass man letztlich den Punkt doch gern mit nach Grimma nimmt. Insgesamt war es eine klasse Top-Begegnung, welche als Werbung für den Fußballsport dienen sollte. Mit diesem Unentschieden verloren die Kamenzer (32 Punkte) ihre Tabellenführung an den FC Eilenburg (33), welcher zeitgleich in Pirna-Copitz mit 4:1 gewann. Diese werden sie bis zum Jahreswechsel auch nicht mehr zurückholen können, da die Lessingstädter die Hinrunde aufgrund des Görlitzer Rückzugs nun bereits beendet haben und am nächsten Wochenende spielfrei haben.

Die Grimmaer festigten mit dem Unentschieden indes den dritten Rang und können ihr Punktekonto (27) in den zwei ausstehenden Begegnungen daheim gegen den VfB Empor Glauchau und im Nachholspiel beim VfB Zwenkau weiter aufstocken.

Von der ersten Minuten an ging es in der Partie rauf und runter. Die Gäste waren von Beginn an hellwach und lieferten dem Spitzenreiter sofort einen heißen Kampf. Der Minutenzeiger hatte sich kaum einmal um die eigene Achse gedreht, da scheiterte Kevin Wiegner nach sehenswertem Pass von Mirko Jentzsch am gut reagierenden Wochnik im Kamenzer Gehäuse (1.). Vielleicht wäre hier das Zuspiel auf den besser postierten Rico Engler die bessere Variante gewesen. Aus dem folgenden Eckball, getreten von Michel Schwarz, ergab sich die nächste gute Gelegenheit für den FC, doch verfehlte eine Direktabnahme von Engler nur um Zentimeter das Ziel (2.).

Doch auch die Gastgeber ließen sich nicht lumpen. Klasse zog Grimmas Keeper Jan Evers den frei durchgebrochenen Grellmann im Eins-gegen-Eins-Duell den Zahn (4.), auch bei Brückners Schuss (11.) sowie beim Kopfball von Vrabec (15.) nach vorherigem Prentki-Freistoß zeigte sich der FC-Kapitän vollends auf der Höhe. Im Verlauf der ersten Hälfte hatten die Einheimischen sicherlich etwas mehr Ballbesitz, doch schafften es die Gäste immer wieder das Geschehen vor dem eigenen Tor fernzuhalten. Die Ausnahme bildeten da zwei Versuche von Grellmann, welche beide allerdings das Gehäuse verfehlten (33., 43.).

Allerdings bleiben auch die Wohllebe-Schützlinge bei ihren Offensivbemühungen stets gefährlich. Nach einem Eckball von Christoph Jackisch rettete Einheit-Kapitän Prentki bei einem Engler-Versuch auf der Torlinie (40.), bei einem weiteren Schuss von Engler fehlte es an der nötigen Genauigkeit (42.). Kurz vor dem Seitenwechsel versuchte sich Jackisch von der Strafraumgrenze, doch brauchte Wochnik hier ebenfalls nicht einzugreifen (45.).

Auch im zweiten Durchgang setzte sich die Partie mit offenem Visier fort. Beide Teams wussten sowohl spielerisch als auch kämpferisch auf schwerem Geläuf absolut zu gefallen, es wurde sich gegenseitig alles abverlangt. Das erste Achtungszeichen in den zweiten 45 Minuten setzte der Kamenzer Rehor mit einem Distanzschuss, doch zeigte sich Evers erneut auf dem Posten (59.). Doch bereits im Gegenzug ergab sich für die Muldestädter die große Einschussmöglichkeit. Sehenswert von Engler eingeleitet, scheiterte der auf rechts durchgebrochene Jackisch am gut reagierenden Wochnik (60.). Wenig später setzte Oliver Kurzbach von links zum Sololauf an, doch konnte er den Kamenzer Keeper ebenfalls nicht bezwingen (63.).

Grimma wurde in dieser Phase immer sicherer. Defensiv ließ man bis zum Ende quasi nichts mehr zu und agierte äußerst kompakt, im Spiel nach vorn stellte man die Einheit-Hintermannschaft immer wieder vor einige Probleme. So waren die Gäste in der Endphase dem Siegtreffer deutlich näher als die Lessingstädter. Nach 77 Minuten raufte sich das Lager der Muldestädter komplett die Haare. Ein Einwurf von Robin Brand wurde zunächst von Jentzsch und anschließend von Engler ins Sturmzentrum verlängert, doch zeigte sich der völlig frei stehende Jackisch im Anschluss daran viel zu überrascht und jagte das Streitobjekt aus Nahdistanz über den Querbalken (77.).

Die Gastgeber blieben zwar in ihrer Spielanlage weiter sehr gefällig, doch kam die Rietschel-Elf in der Endphase nicht über Ansätze hinaus. Grimma blieb gefährlicher und hatte kurz vor Schluss noch eine gute Möglichkeit. Von halbrechts zog Jackisch von der Strafraumgrenze staubtrocken ab – Wochnik im Einheit-Gehäuse wäre beinahe auf dem falschen Fuß erwischt worden und hatte Glück, dass die Kugel nur am Außennetz landete (88.).

Letztlich blieb es in diesem Topspiel beim torlosen Remis – ein Ergebnis, welches die Muldestädter vor dem Spiel mit Sicherheit unterschrieben hätten. Aufgrund der sich bietenden Möglichkeiten war letztendlich gegen einen guten Gegner vielleicht sogar noch mehr möglich, doch insgesamt kann man mit dem Auftritt in Kamenz beim bisherigen Spitzenreiter mehr als zufrieden sein. Der Zähler wird dem Team vor den abschließenden zwei Begegnungen der Hinrunde weiteres Selbstvertrauen geben.

Tom Rietzschel, Teammanager, FC Grimma, Web: http://fc-grimma.de

Button Silver Kickers 94 Markkleeberg

Fußball, Saison 2016/17, Sachsen, Landesliga, 14. Spieltag, Spielbericht, BSG Stahl Riesa – Kickers 94 Markkleeberg

Button Silver BSG Stahl Riesa Button Silver Kickers 94 Markkleeberg
Kickers schlagen sich selbst / BSG Stahl Riesa - Kickers 94 Markkleeberg 3:2 (2:1)

Spielbericht vom 14. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen BSG Stahl Riesa und Kickers 94 Markkleeberg am Samstag, 26.11.2016, 14.00 Uhr in der Stahl-Arena

BSG Stahl Riesa - Kickers 94 Markkleeberg 3:2 (2:1)
Kickers Markkleeberg: Zita – Sund, K. Adam, Unholzer, J. Adam, Kalex, J. Adam, Moreno Morales, Mewes, Kauerauf, Freyer, Schlottmann – Trainer: Brestrich Tore: 1:0 Wolf (8.), 2:0 Schröter (22.), 2:1 J. Adam (26.), 3:1 Gründler (54.), 3:2 K. Adam (82.) Zuschauer: 250 in der Riesaer Stahl-Arena

Nach der Auswärtsniederlage in der Stahl-Arena müssen die KICKERS den Blick wieder nach unten richten Nach den zuletzt zwei Niederlagen in Grimma und Eilenburg folgte am Samstagnachmittag für die KICKERS die Vollendung des Negativ-Hattricks – 3:2- Niederlage in Riesa!
„Und dabei waren es leider wieder Gegentore, die wir höchst selbst eingeleitet haben!“ stellte ein geknickter KICKERS-Coach Heiko Brestrich nach Spielende fest.

Durch individuelle „Vorarbeiten“ von Kalex (8. Min. - Fehlpass in des Gegners Gebein), Kauerauf und später Unholzer (köpften jeweils unmotiviert -22. Min.- bzw. zu kurz zum Gegner -54.-) kamen die Gastgeber zu ihren Erfolgserlebnissen.Dabei sah die Welt der 94er nach „Jule“ Adams Sonntagsschuss zum 2:1-Anschluss in der 26. Spielminute zwischenzeitlich wieder hoffnungsvoll aus. Doch der oben genannte Fauxpas von Unholzer kurz nach der Halbzeit, führte wieder zum Zwei-Tore- Abstand für die Gastgeber, die sich in der Folge das Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen ließen.

Daran änderte auch der abermalige Anschlusstreffer durch einen Kevin Adam- 16-Meter-Kracher acht Minuten vor Ultimo nichts mehr! Die KICKERS versuchten es zwar nochmals, konnten aber schlussendlich nicht mehr ausgleichen und zumindest einen Punkt mitnehmen.

Nun ist im Grün-Weißen KICKERS-Lager wieder Straffung und Konzentration auf das Wesentliche angesagt, will man die beiden verbleibenden Heimspiele möglichst erfolgreich gestalten und nicht in den ungewünschten Abstiegsstrudel gelangen. Gelegenheit hierzu haben die 94er am 4. und 10.12. im heimischen UGI gegen Pirna bzw. im Nachholer gegen Niesky.

16-17-ll-14-st-riesa-gg-kickers

Mit Torerfolg, jedoch ohne Punkt in Riesa: KICKERS-Goalgetter „Jule“ Adam (li.)

Roger Schöne, Kickers 94 Markkleeberg, Web: http://www.kickers94.de

Button Silver FC Grimma

Fußball, Saison 2016/17, Sachsen, Landesliga, 14. Spieltag, Vorbericht, SV Einheit Kamenz – FC Grimma

Button Silver SV Einheit Kamenz Button Silver FC Grimma
Spitzenspiel des 14. Spieltages / SV Einheit Kamenz (1.) - FC Grimma (3.)

Vorbericht auf den 14. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen SV Einheit Kamenz und FC Grimma am Samstag, 26.11.2016, 14.00 Uhr im Stadion der Jugend, Kamenz

Der 14. und zugleich für die meisten Vereine vorletzte Hinrunden-Spieltag der WEKU-Sachsenliga ist gekennzeichnet von direkten Duellen – sowohl im Kampf um die Spitze als auch in den unteren Tabellenregionen. Mit dem Duell des Tabellen-Zwölften Reichenbach (9 Punkte) gegen Vierzehnten Freiberg (6) steigt der absolute Klassenerhalts-Thriller im Vogtland, der VfB Zwenkau (5) und der FC Lößnitz (9) wollen mit Erfolgen in Glauchau und Niesky (beide 13) einen kleinen Schritt tun um zu den Kontrahenten etwas aufzuschließen.

Doch auch an der Spitze des Tableaus wird es an diesem Wochenende interessant. So empfängt der Vierte VfL Pirna-Copitz (23) den bisher noch ungeschlagenen Tabellenzweiten FC Eilenburg (30), doch das absolute Spitzenspiel wird am Samstag in Kamenz angepfiffen. Um 14.00 Uhr empfängt der Tabellenführer SV Einheit Kamenz (31) mit dem FC Grimma (26) den ersten Verfolger des Spitzenduos. Für Spannung dürfte also garantiert sein – sowohl oben als auch unten.

Nachdem Titelanwärter SV Einheit Kamenz mit sieben Punkten aus den ersten fünf Spielen einen etwas holprigen Start hinlegte, legten die Lessingstädter im Anschluss daran einen bemerkenswerten Zwischenspurt hin. Acht Siege in Folge mit einem Torverhältnis von 28:4 in diesen Begegnungen ließen die Westlausitzer erst einmal an die Tabellenspitze der WEKU-Sachsenliga springen.

Zwar hat die Mannschaft von Trainer Frank Rietschel im Vergleich zu Eilenburg oder Grimma ein bzw. zwei Spiele mehr absolviert, doch diese Siegesserie zeigt eindrucksvoll, dass die etwas neu zusammengestellte Mannschaft mehr und mehr zusammengefunden hat. Dabei sind die Kamenzer Jahr für Jahr immer in der Spitzengruppe der höchsten sächsischen Spielklasse zu finden.

Jedoch beschloss die Vereinsführung all die Jahre immer wieder auf einen eventuellen Oberliga-Aufstieg verzichten zu wollen. Dies war auch in der vergangenen Saison so, als es für den SV Einheit Kamenz – abermals an der Tabellenspitze agierend – nur um den Staffelsieg ging. So standen die Lessingstädter vor dem letzten Spieltag mit 59 Punkten auf Rang eins – die Kontrahenten Chemie Leipzig und FC Grimma folgten mit 57. Doch reichte in der letzten Begegnung ein 3:3-Remis in Markkleeberg nicht um die Meisterschaft zu erringen – der zeitgleiche 3:0-Erfolg Chemie Leipzigs gegen Glauchau sicherte den Leutzschern sowohl den Aufstieg in die Oberliga als auch die Meisterschaft, da man im Vergleich zu Kamenz ein Tor mehr erzielte.

Doch in dieser Saison soll aus Kamenzer Sicht alles anders werden. Präsident Thorsten Edelmann äußerte sich sehr positiv zum Thema eventuellen Oberliga-Aufstieg, die Mannschaft scheint dies als Signal verstanden zu haben. Die erwähnten acht Siege in Folge zeigen eindrucksvoll die Qualität der Westlausitzer.

Trotz des vorzeitigen Aufstiegsverzichtes im Vorjahr gelang es Trainer Rietschel auch für diese Saison einen klasse Kader zusammen zu stellen. Die Neuzugänge Sebastian Heine, Patrick Neumann (beide Bischofswerda), Florian Wagner (Heidenau), Benjamin Gnieser (Neugersdorf) und Tom Grellmann (Goslar) besitzen trotz ihres sehr jungen Alters allesamt bereits große Qualität, welche natürlich fast zwangsläufig zum Tragen kommt.

Die Abgänge von Michael Arnold (Wilsdruff), Ahmad Azad (Radebeul) oder Florian Mielke (Rapid Chemnitz) konnten bislang blendend aufgefangen werden, so dass der Kader insgesamt noch stärker als im Vorjahr zu sein scheint. Zwar kassierte der SV Einheit in seinen ersten fünf Begegnungen beim 0:2 daheim gegen Pirna-Copitz und beim 0:3 in Riesa zwei Niederlagen, doch ist dies bereits Schnee von gestern.

Wie die Mannschaft in den letzten Wochen ihre Leistungen abrief und sich mit dieser Erfolgsserie an die Tabellenspitze setzte, nötigt großen Respekt ab. Zwölf Spieler haben sich bisher in die Torschützenliste eingetragen, was die Unberechenbarkeit des Gegners nur noch mehr unterstreicht. Dabei hat man auch die schwerwiegende Verletzung ihres Torjäger Stefan Höer bisher sehr gut kompensiert. Drei Treffer in den ersten beiden Begegnungen hoben die Klasse Höers hervor, doch fällt der Stürmer nun erstmal aufgrund eines Kreuzbandrisses länger aus.

Nach drei Siegen in Folge fahren die Grimmaer indes sehr optimistisch nach Kamenz. Nach dem wichtigen 2:1-Erfolg im Verfolger-Duell in Pirna spulten die Muldestädter am vergangenen Wochenende gegen Rapid Chemnitz eine klasse erste Halbzeit ab und hätten dabei weit höher als 2:0 führen müssen. Jedoch machte die fahrlässige Chancenverwertung dem FC dabei einen Strich durch die Rechnung. Im zweiten Durchgang machte es man sich selbst unnötig schwer, vor allem, nachdem man den Anschlusstreffer kassierte. Die knappe Führung hing zwischenzeitlich am seidenen Faden, doch gelang der Mannschaft diese kritische Phase schadlos zu überstehen.

Nichtsdestotrotz war der Erfolg schon verdient, allerdings hätte man dies viel einfacher haben können. In Kamenz gilt es, die Leistung der ersten 45 Minuten aus dem letztwöchigen Spiel wenn möglich über die gesamten 90 Minuten abzurufen. In der Lessingstadt wird man auf Herz und Nieren gefordert sein, jedoch sind die Wohllebe-Schützlinge auf alles vorbereitet.

Ziel muss es sein, im Defensivbereich kompakt zu stehen und den Kamenzer Spielfluss immer wieder im Keim zu ersticken. Allerdings haben die Gäste auch genug Mittel, mit denen man den Westlausitzern gefährlich werden kann. Die Spiele in der vergangenen Jahren waren stets immer eng, dies wird sicherlich auch diesmal nicht anders werden.

n der letzten Saison unterlagen die Grimmaer durch zwei unglückliche Gegentore in Kamenz knapp mit 1:2, das Rückspiel in Grimma gewannen die Muldestädter ihrerseits mit 2:1. Personell sieht es bei der Wohllebe-Elf weiterhin ganz gut aus. Der kleine Kader hat bis zur Winterpause nahezu ohne größere Komplikationen Stand gehalten. Definitiv fehlen wird Benjamin Wagner, der sich weiterhin mit Knieproblemen herumplagt.

Tom Rietzschel, Teammanager, FC Grimma, Web: http://fc-grimma.de

Button Silver BSG Stahl Riesa

Fußball, Saison 2016/17, Sachsen, Landesliga, 13. Spieltag, Spielbericht, BSG Stahl Riesa – SG Taucha

Button Silver BSG Stahl Riesa button-rund-silver-sg-taucha-99
Den Sieg erzwungen / BSG Stahl Riesa - SG Taucha 2:1 (1:0)

Spielbericht vom 13. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen BSG Stahl Riesa und SG Taucha am Samstag, 19.11.2016, 14.00 Uhr in der Stahl-Arena Riesa

BSG Stahl Riesa - SG Taucha 2:1 (1:0)
Stahl Riesa: Marcus Hesse - Norman Gründler, Thomas Kutsche (70. Philipp Schröter), Michael Gallwitz, Steffen Krechlak, Andre Köhler, Alexander Ludwig (64. Richard Penicka), Marcel Krake, Marcel Fricke (88. Thomas Bierstedt), Jiri Horinek, Jerome Wolf
Taucha: Thomas Wiedemann - David Reich, Tim Genz, Steven Dölling, Toni Kirsten, Paul Lehmann (46. Patrick Kahl), Nico Schönitz, Maximilian Große, Tom Dietze, Salman Al Abri, Tim Fischer
Tore: 1:0 Norman Gründler (31.), 1:1 Steven Dölling (61.), 2:1 Jerome Wolf (80.)
Schiedsrichter: Stephan Markowitz - 1. Assistent: Rico Teichmann, 2. Assistent: Marcel Schönfelder - gelbe Karten: Krechlak, Köhler – Fischer - rote Karte:
Al Abri (Taucha/Schiedsrichterbeleidigung/88.) - Zuschauer: 231

Das Spiel gegen Taucha kann für Stahl Riesa zwar noch nicht als der Gradmesser für eine hoffentlich positive Kehrtwende angesehen werden. Jedoch sollte der Sieg der Mannschaft wieder Auftrieb in Sachen Selbstvertrauen und Spielsicherheit geben. Denn endlich geriet man mal nicht früh in Rückstand und man hatte den Gegner weitestgehend im Griff. Insgesamt war das Riesaer Spiel im Vergleich zu den Vorwochen besser. Dass es doch eine enge Zitterpartie wurde, war der fehlenden Chancenverwertung und einer unkonzentrierten Szene in der Abwehr geschuldet. Doch wie oft zeigte Stahl Moral und erzwang den Sieg in der Schlussphase.

Pünktlich mit Spielbeginn setzte der Dauerregen ein. Es war das vierte Heimspiel hintereinander im Regen. So wie der Regen plätscherte das Spiel zunächst auch vor sich hin. Man merkte zwar Stahl Riesa an, dass man Wiedergutmachung vor den eigenen Fans betreiben will, jedoch allein es gelang nicht viel. So leicht schüttelt man eine Formkrise eben nicht ab. Taucha indes blieb abwartend in der Defensive.

Erst nach einer Viertelstunde gab es dann die erste Strafraumszene. Bei einer Ecke stand Innenverteidiger Jiri Horinek am langen Pfosten frei und köpfte mit voller Wucht auf das Tor. Leider konnte der Gästetorwart den Ball noch parieren. In der Folge intensivierte Stahl sein Angriffsbemühungen und suchte vermehrt den Torabschluss. So probierte es Marcel Fricke als unermüdlicher Antreiber im Mittelfeld mit zwei Fernschüssen. Ansonsten sahen die Angriffe bis zum gegnerischen Strafraum eigentlich gut aus. Man schaffte aber zu selten einen gefährlichen Torschuss. Denn entweder kam der finale Pass nicht an oder ein Gegner hatte sein Bein dazwischen.

Die Führung nach einer halben Stunde für Stahl kam daher überraschend wenn auch verdient. Nach einer Ecke drückte Norman Gründler im unübersichtlichen Kampf um den Ball diesen irgendwie über die Linie.
Trotz Führung hieß es für Stahl nun konzentriert und aufmerksam bleiben. Zu oft kassierte Stahl schon im direkten Gegenschlag den Ausgleich. Und auch die SG Taucha hatte eben solch eine Gelegenheit in der 35. Minute. Der Tauchaer Paul Lehmann kam an der linken Strafraumgrenze frei zum Schuss und zirkelte diesen nur ganz knapp am rechten oberen Winkel vorbei. BSG-Keeper Marcus Hesse sprang zwar hinterher hätte aber wohl keine Chance gehabt.

Bis zur Pause kontrollierte dann wieder Stahl das Spielgeschehen und hatte dabei gute Torchancen für eine höhere Führung. Steffen Krechlak und Marcel Fricke scheiterten aber jeweils mit ihren Schüssen am gut aufgelegten Torwart.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Druckphase der Gäste. Stahl fand plötzlich keinen Zugriff mehr auf das Spiel. So war die Riesaer Abwehr gefordert und diese hielt diesmal besser als in der Vergangenheit. Eine kleine Unachtsamkeit führte dann aber noch zum fast schon obligatorischen Gegentor für Stahl. Ein schnell ausgeführter Freistoß auf der rechten Seiten war dabei der Ausgangspunkt. Riesa war noch nicht wieder hinten sortiert als Taucha schnell nach vorn spielte. Die zügige Flanke in die Strafraummitte fand den freistehenden Steven Dölling der zum 1:1 treffen konnte.

Stahl steckte trotz dieses Nackenschlags nicht auf und kämpfte sich zurück ins Spiel. Man übernahm wieder die Spielkontrolle und spielte auf Sieg. Richard Penicka als zweite Spitze kam neu in die Partie. Und Philipp Schröter als starker Flankenläufer wurde eingewechselt für den verletzten Kapitän Thomas Kutsche.

Leider war vieles im Angriffsdrittel weiterhin zu umständlich. Die größte Chance für Stahl gab es in der 76. Minute. Stahl hatte sich im Strafraum den Ball schön quer gespielt und bereits den Torwart geschlagen, als ein Tauchaer den Ball noch vor der Linie wegschlug.

Kurz darauf fiel dann doch die ersehnte 2:1 Führung. Eine weite Flanke von Andre Köhler aus dem Halbfeld fand Jerome Wolf, der der Ball wuchtig auf das Tor lenkte. Der Ball klatschte an die Unterkante der Latte und ins Tor (80.) Was für eine Erlösung – für Stahl und auch für Stürmer Jerome Wolf.

In der nun hektischen Schlussphase warf die SG Taucha noch einmal alles nach vorn. Doch die Abwehr von Stahl stand sicher und wehrte alles konsequent ab. Daraus resultierten jedoch eine Vielzahl an Ecken für Taucha. Eine dieser Ecken war brandgefährlich. Ein Tauchaer kam als Erster vor Torwart Hesse mit dem Kopf an den Ball und lenkte diesen auf das Tor. Zum Glück stand Philipp Schröter auf der Linie und rettete mit einem Befreiungsschlag. Taucha monierte dennoch auf Tor und beleidigte dabei den Linienrichter. Daraufhin gab es die rote Karte für Salman Abri.

Die letzten Minuten in Überzahl spielte Stahl dann geschickt runter bis zum Schlusspfiff. Dann war es geschafft und Stahl konnte den Sieg feiern.

16-17-ll-13-st-riesa-gg-taucha-dsc_2367

16-17-ll-13-st-riesa-gg-taucha-dsc_2387

16-17-ll-13-st-riesa-gg-taucha-dsc_2401

16-17-ll-13-st-riesa-gg-taucha-dsc_2418

16-17-ll-13-st-riesa-gg-taucha-dsc_2455

16-17-ll-13-st-riesa-gg-taucha-dsc_2470

16-17-ll-13-st-riesa-gg-taucha-dsc_2483

16-17-ll-13-st-riesa-gg-taucha-dsc_2501

16-17-ll-13-st-riesa-gg-taucha-dsc_2517

16-17-ll-13-st-riesa-gg-taucha-dsc_2542

Bericht: Erik Fischer, BSG Stahl Riesa, Fotos: Tilo Schneider, Web: http://www.bsg-stahl-riesa.de