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Fußball, Saison 15/16, Sachsen, Landesliga, 27. Spieltag, Spielbericht, FC Grimma – VfL Pirna-Copitz

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Grimmaer lassen Punkte liegen / FC Grimma - VfL Pirna-Copitz 07 1:1 (0:1)

Spielbericht vom 27. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen FC Grimma - VfL Pirna-Copitz 07 am Samstag, 28.05.2016 um 14.00 Uhr im Stadion der Freundschaft, Grimma

FC Grimma - VfL Pirna-Copitz 07 1:1 (0:1)
Grimma: Evers – Wagner (ab 22. Kurzbach), Maruhn, Schlüter, Brand – Tröger, Radig – Wiegner, Engler, Kieback (ab 76. Streubel) – Jackisch – Trainer: Wohllebe
Pirna-Copitz: Tietz – Paulus, Geißler, van Kolck, Benes – Scholz, Lätsch – Hartmann, Weskott (ab 89. Szowil), Schmidt (ab 86. Helm) – Riedel (ab 62. Schur) – Trainer: Jugo
Schiedsrichter: Kaminski (Striegistal) – Schiedsrichter-Assistenten: Schlömann (Brand-Erbisdorf), Göpfert (Freiberg) – Tore: 0:1 Benes (9.), 1:1 Schlüter (46.) – Gelbe Karten: Jackisch (Foulspiel – 39.) – Benes (Unsportlichkeit – 39.), Hartmann (Foulspiel – 84.) – Reservebänke: Bache (Tor), Uebe, Schwarz – Richter (Tor) – Zuschauer: 85 im Stadion der Freundschaft zu Grimma

Grimma. Sachsenligist FC Grimma mischt in Sachen Oberliga-Aufstieg weiterhin kräftig mit, musste sich jedoch am Wochenende nur mit einem Teilerfolg begnügen. Im Heimspiel gegen den VfL Pirna-Copitz musste sich die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe mit einem 1:1 (0:1)-Unentschieden zufriedengeben, welches letztlich jedoch als leistungsgerecht einzustufen ist.

Durch die Erfolge der BSG Chemie Leipzig (6:2 bei Rapid Chemnitz) und der BSG Stahl Riesa (5:1 über den BSC Freiberg) ist das Klassement nun noch enger zusammengerückt. Bei jedoch zwei bzw. drei Punkten Vorsprung auf diese unmittelbaren Verfolger haben die Muldestädter bei noch drei auszustehenden Spielen allerdings weiterhin alles selbst in der Hand.

Der Aufstiegskampf wird sich also weiterhin zuspitzen. Am kommenden Samstag empfangen die Grimmaer im heimischen Stadion der Freundschaft um 14.00 Uhr dann den NFV Gelb-Weiß Görlitz, wo man einen weiteren großen Schritt machen kann.

Von Anpfiff an erwies sich Pirna-Copitz als äußerst hartnäckiger Kontrahent. Spielerisch äußerst ansehnlich setzte man die ersten Akzente gegen einen FC, der sehr schwer in die Partie kam. Dabei hatten die Gastgeber anfangs mächtig Glück, dass Schiedsrichter Kaminski (Striegistal) ein durchaus strafbares Handspiel von Stefan Maruhn im eigenen Strafraum zur Überraschung aller übersah (6.).

Dennoch hatten die Einheimischen im Anschluss daran die erste Riesenmöglichkeit. Sehr gut von Dennis-Sven Radig eingeleitet, sah Christoph Jackisch mit einem Querpass den rechtzeitig startenden Kevin Wiegner, der den Ball jedoch aus vielversprechender Position über den Kasten jagte (8.). Die Quittung dafür kam prompt. Quasi im Gegenzug servierte Weskott einen Eckball gefühlvoll auf den kurz einlaufenden Benes – FC-Schlussmann Jan Evers hatte beim 0:1 gegen den noch abgefälschten Kopfball nicht die Spur einer Chance (9.).

Auch in der Folgezeit wirkte Pirna-Copitz immer einen Schritt sowie gedanklich schneller und profitierte immer wieder von Grimmaer Ballverlusten im Vorwärtsgang. So musste Evers bei einem Distanzschuss von Weskott sein ganzes Können demonstrieren (16.). Nichtsdestotrotz hatten die Muldestädter kurz darauf die große Gelegenheit zum Ausgleich. Der wiedergenesene Rico Engler holte sich durch energisches Nachsetzen den Ball an der Pirnaer Torauslinie, doch anstatt die Kugel in den Rückraum zu legen, versuchte er es auf eigene Faust und konnte dabei Tietz im Gäste-Tor nicht bezwingen (17.).

Pirna-Copitz blieb dennoch im ersten Durchgang die reifere Mannschaft, die neben ihren spielerischen Akzenten auch bei Standardsituationen immer wieder gefährlich blieb. So war ein erneuter Weskott-Eckball der Ausgangspunkt einer Möglichkeit für van Kolck, doch rettete hier Sebastian Kieback auf der Torlinie (35.).

Im zweiten Durchgang sollte sich dann das Blatt etwas wenden, die Grimmaer wirkten nun deutlich zielstrebiger, auch wenn man immer noch genug Luft nach oben hatte. Richtungsweisend dabei war der frühe Ausgleich. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff waren vergangen, da ließ Tietz im Pirnaer Tor einen Jackisch-Schuss nach vorn abklatschen – Philipp Schlüter reagierte am schnellsten und drosch die Kugel zum 1:1 in die Maschen (46.).

Wenig später servierte Jackisch einen Eckball genau auf den Kopf von Engler, doch fehlten hier die nötigen Zentimeter (49.). Die Mannschaft war nun spürbar besser im Spiel, doch blieben die Gäste durchaus gefährlich. Nach guter Kombination versuchte es Riedel mit einem Schlenzer, doch brauchte Evers hier nicht einzugreifen (53.). Auf der Gegenseite setzte Engler eine Direktabnahme gefährlich in Richtung Gäste-Tor, doch auch hier fehlte es an der nötigen Präzision (61.).

Die Gastgeber hatten fortan zwar mehr Spielanteile, doch richtig Druck konnten die Muldestädter nicht wirklich aufbauen. Pirna-Copitz verstand es immer wieder das Geschehen vor dem eigenen Tor fernzuhalten, auch wenn zielstrebige Offensivaktionen bei den Gästen in der Folgezeit deutlich weniger wurden.

Erst in der letzten Viertelstunde wurden die Einheimischen mehrfach gefährlich. Bei einem Hinterhaltsschuss von Robin Brand musste Tietz beherzt zupacken um den Einschlag zu verhindern (78.). Den nachfolgenden Eckball von Jackisch verlängerte Engler gefährlich in Richtung Fünfmeterraum, doch verpasste Maruhn hier um Haaresbreite (79.).

Die Rand-Dresdner versuchten nun mit aller Macht den Auswärtspunkt einzutüten. Weskott bedrohte mit einem Freistoß zwar noch einmal das FC-Gehäuse (89.), doch die Absicherung des für sie nicht unverdienten Zählers stand natürlich im Vordergrund. Nichtsdestotrotz hatten die Wohllebe-Schützlinge in der Nachspielzeit noch zwei recht gute Möglichkeiten. Zunächst Zweikampfsieger gegen Benes scheiterte Jackisch im Anschluss von halbrechts mit einem Flachschuss am rechtzeitig abtauchenden Tietz (90.+1). Sequenzen später wäre der Pirnaer Keeper nach einer Jackisch-Direktabnahme chancenlos gewesen, doch strich das Streitobjekt nur um Zentimeter über die Querlatte (90.+2).

Fazit: Pirna-Copitz erwies sich erwartungsgemäß als richtig gute Truppe und verdiente sich den Punkt in Grimma durchaus. Die Gastgeber zeigten nach einer schwächeren ersten Hälfte in den zweiten 45 Minuten eine sehr gute Reaktion und konnten sich dort ein Chancenplus erarbeiten. Letztlich ist das Remis durchaus als gerechtes Ergebnis zu betrachten. Nächste Woche gegen Görlitz geht’s für den FC weiter, Pirna-Copitz hat mit Stahl Riesa dann den nächsten Aufstiegskandidaten zu Gast.

Tom Rietzschel, Teammanager, FC Grimma, Web: http://fc-grimma.de

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Fußball, Saison 15/16, Sachsen, Landesliga, 27. Spieltag, Spielbericht, BSG Stahl Riesa – BSC Freiberg

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Stahl erhält sich Aufstiegschance / BSG Stahl Riesa - BSC Freiberg 5:1 (3:0)

Spielbericht vom 27. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen BSG Stahl Riesa und BSC Freiberg am Samstag, 28.05.2016 um 15.00 Uhr in der Stahl-Arena Riesa

BSG Stahl Riesa - BSC Freiberg 5:1 (3:0)
Stahl Riesa: Marcus Hesse - Norman Gründler (82. Jerome Wolf), Thomas Kutsche, Georg Balatka (89. Mildo Marques), Andre Köhler, Toni Schurig, Johannes Runge, Marcel Krake, Martin Magula, Marcel Fricke, Alexander Ludwig (70. Steffen Krechlak)
Freiberg: Martin Heydel - Ludwig Berndt, Meik Mehner, Rick Römmler, Tom Fischer, Marcel Krause, Markus Scholz, Patrick Löbel, Clemenz Hantke, Tommy Gommlich (75. Gregor Michael), Stephan Schäfer
Torfolge: 1:0 Norman Gründler (17.), 2:0 Andre Köhler (26.), 3:0 Johannes Runge (29.), 4:0 Norman Gründler (51.), 4:1 Rick Römmler (60.), 5:1 Jerome Wolf (89.)
Schiedsrichter: Stefan Gärtner - 1. Assistent: Stefan Herde - 2. Assistent: Markus Mayer - Gelbe Karten: Mehner, Römmler (Freiberg) - Zuschauer: 374 (10 Gästefans)

Mit neuem Co-Trainer auf Bank feiert Stahl einen souveränen Heimsieg und kann wieder einen Patzer eines Konkurrenten nutzen. Die kleine Chance für den Aufstieg bleibt also gewahrt.
Dass es jedoch noch wichtigere Dinge als Fußball gibt, beweist Stahls-Jugendspieler Niclas Mauersberger. Er besiegte seine Krebserkrankung und hatte sich gewünscht einmal auf der Bank von Stahl Riesa zu sein. Somit saß bzw. stand er heute neben Trainer Andreas Pach und dem eigentlich Co-Trainer Enrico Rühle an der Seitenlinie. Mit durchschlagendem Erfolg, denn Stahl spielte attraktiven Angriffsfußball.

Nachdem sich beide Mannschaften in der Anfangsviertelstunde gegenseitig abtasteten, übernahm Riesa in der Folge das Zepter in der Partie. Während Freiberg sehr defensiv agierte und kaum über die Mittellinie kam, zeigte Stahl seine Stärken in der Offensive.

In der 16. Minute scheiterte Martin Magula nach einer Ecke am Torwart, doch der Ball blieb im Spiel. Der Ball wurde von rechts erneut hoch in den Strafraum geflankt, wo Norman Gründler goldrichtig stand und zum umjubelten 1:0 köpfte. Sofort rannte die gesamte Mannschaft zur Auswechselbank und klatschte mit Niclas ab.

Stahl blieb am Drücker. Einen Fernschuss von Alexander Ludwig konnte der Freiberger Torwart parieren. Aber bei der einstudierten Freistoßvariante in der 26. Minute war er machtlos. Aus guter Position 20m vor dem Tor wurde der Freistoß nicht direkt geschossen sondern flach in den Strafraum gepasst und direkt weitergespielt zu Johannes Runge. Runge als Strafraumstürmer hat den Torriecher und verwandelte zum 2:0.
Und nur drei Minuten konnte Stahl Riesa sogar auf 3:0 erhöhen. Nach einer Ecke stieg Andre Köhler am höchsten und köpfte am Torwart vorbei ins Freiberger Tor.

Damit war die Partie bereits entschieden. Stahl schaltete nun zwei Gänge zurück und blieb dennoch weiterhin klar feldüberlegen. Der BSC Freiberg ließ bei sommerlichen Temperaturen wenig Gegenwehr erkennen. Denn durch die Rückzüge und Aufstiegsverzichte anderer Mannschaften hat sich der Abstiegskampf für Freiberg praktisch erübrigt.

Stahl kam bis zur Halbzeit noch zu einer weiteren guten Chance. Toni Schurig verpasste in der 40. Minute eine scharfe Eingabe von Marcel Fricke und so gelang es ihm nicht den Ball über die Torlinie zu drücken. Es blieb also beim 3:0 Pausenstand.
In der Halbzeitpause wurde dann das Endergebnis vom Aufstiegskonkurrenten FC Grimma bekannt. Dieser spielte nur 1:1 gegen Pirna-Copitz. Somit verkürzt sich der Abstand zum Aufstiegsplatz auf drei Punkte und Stahl spielt noch gegen den FC Grimma. Dazwischen mit einem Punkt mehr Riesa liegt Chemie Leipzig, die ihr Spiel bei Rapid Chemnitz ebenfalls gewannen. Es könnten drei hochspannende Wochen werden.

Zunächst musste aber erst einmal das Spiel gegen Freiberg zu ende gespielt werden. Die zweite Halbzeit sollte etwas abwechslungsreicher werden, denn bei Stahl ließ ein klein wenig die Konzentration nach. So traf Freiberg bei seiner ersten Offensiv-Aktion in der 48. Minute die Querlatte.
Fast im Gegenzug erhöhte Riesa nach einem wunderbaren Spielzug über die Außen auf 4:0. Marcel Fricke hatte sich klasse durchgesetzt und flankte halbhoch in den Strafraum, wo erneut Norman Gründler einlief und unhaltbar einköpfte.

Auch danach blieb Stahl Riesa in der Spielanlage weiterhin offensiv mit dem nötigen Zug zum Tor. So hatte Verteidiger Georg Balatka nach einen prima Sololauf im gegnerischen Strafraum eine tolle Möglichkeit, doch leider parierte der Torwart (58.). Freiberg kam jedoch durch die zu weit aufgerückte Riesaer Abwehr zu schnellen Kontern und einen davon nutzte Rick Römmler zum Ehrentreffer (60.).

Die letzte halbe Stunde gehörte dann wieder klar Stahl Riesa. Man ließ Ball und Gegner laufen und vermied unnötige Zweikämpfe um Verletzungen oder gelbe Karten. Zu guten Torchancen kam Stahl dennoch. Marcel Fricke scheiterte in der 70. Minute aus spitzem Winkel am Torwart. Und Johannes Runge versuchte sich in der 79. Minute durch den gesamten Strafraum zu dribbeln, unterlag aber schlussendlich den vielen Freiberger Beinen und dem Torwart.

Kurz vor Spielschluss sorgte der eingewechselte Jerome Wolf für den 5:1 Endstand. Einer Flanke in die Strafraummitte ging er entschieden nach und spitzelte den Ball am Torwart vorbei. Damit überwand Wolf rechtzeitig zum Saisonfinale auch seine Durststrecke von zuvor acht Spielen ohne Tor.

Nach Spielschluss durften sich Trainer, Mannschaft und auch Niclas Mauersberger von den Stahlfans am Spielfeldrand beglückwünschen und feiern lassen.

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Bericht: Erik Fischer, BSG Stahl Riesa, Fotos: Tilo Schneider, Web: http://www.bsg-stahl-riesa.de

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Fußball, Saison 2015/16, Sachsen, Landesklasse Nord, 27. Spieltag, Spielbericht, TSV Schildau – Döbelner SC

 

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Wieder ein wichtiger Zähler im Abstiegskampf / TSV Schildau - Döbelner SC

Spielbericht vom 27. Spieltag der Landesklasse Nord zwischen TSV Schildau und Döbelner SC am 28.05.16, 15:00 Uhr, Sportplatz Schildau

TSV Schildau - Döbelner SC 2:2 (2:2)
TSV Schidlau: Schneider - Schubert, Kanitz, Sablottny, Elbe, Herre, Fabritius (79. Kürschner), John, Otto (90.+1 Stahn), Hache, Gesse
Döbelner SC: Hampel - Zerge, Merdma, Freier, Zimmermann, Böttcher (90.+1 Perlitius), Morgenstern, Glaffig, Thalheim (73. J. Oehme), Woytkowiak, S. Oehme
Tore: 1:0 John (17.), 1:1 Zerge (31.), 2:1 Hache (33.), 2:2 Zimmermann (43.) - Schiedsrichterin: Nadine Rollert (Leipzig) - Zuschauer: 85 auf dem Sportplatz Schildau

Nach dem wichtigen 4:3-Heimsieg gegen Wurzen in der Vorwoche kehrten die Döbelner mit einem nicht minder wichtigen Punkt aus Schildau zurück. Trotz zweimaligem Rückstand ließ sich die Truppe nie aus der Bahn werfen und holte mit einer erneut disziplinierten und mannschaftlichen geschlossenen Leistung einen weiteren Zähler im Kampf um den Klassenerhalt.

Bei strahlendem Sonnenschein mussten die Muldenstädter auf im Vergleich zur Vorwoche auf Sebastian Gasch, Sebastian Heyna und Toni Bunzel verzichten. Doch die Mannschaft von Uwe Zimmermann und Rene Hüttmann kompensierte diese Ausfälle durch abermals viel Leidenschaft, die nötige Zweikampfstärke und Laufbereitschaft. Dass es im Abstiegskampf zu keinem fußballerischen Leckerbissen kommtk, war jedem bewusst. Schiedsrichterin Nadine Rollert hatte die Partie jederzeit unter Kontrolle und ließ sich auch durch teilweise Hektik auf dem Spielfeld nie aus der Ruhe bringen.

Es dauerte ein Weilchen, bis sich in der Partie erste Torchancen ergaben, beide Mannschaften wollten keinen Fehler machen und waren erst einmal auf Sicherheit bedacht. Nach 17 Minuten schlug der TSV einen langen Ball auf seine beiden Stürmer, Robert Johns setzte energisch nach und es stand 1:0. Die Döbelner hatten bis dahin keine Torchance kreiert, doch kamen nun besser ins Spiel. Nach einem schönen Spielzug über Steve Oehme und Rene Böttcher verpasste Mohcine Merdma nur knapp den Ausgleich, Steffen Zerge versuchte es dann mit einem Schuss aus der Zweiten Reihe.

„Wenn aus dem Spiel heraus nichts klappt, müssen eben Standardsituationen her“ lautet eine Fußballweisheit. Diese scheinen auch Döbelns Kicker zu gehen. In der 31. Minute schlug Steve Oehme eine Ecke in den Strafraum, Steffen Zerge war den berühmten Tick eher am Ball als sein Gegenspieler und es stand 1:1. Doch die Freude über den verdienten Ausgleich währte nicht lange, nur zwei Minuten später nutzte Steven Hache eine Unachtsamkeit in der DSC-Abwehr zur erneuten Führung.

Die Döbelner brauchten einen kurzen Momenten, um diesen Rückschlag wegzustecken, doch sie zeigten die beste Antwort, die gegeben werden kann. Einen Freistoß aus 20 Metern nahm sich Max Zimmermann zur Verantwortung und erzielte mit einem platzierten den umjubelten Ausgleich, was nicht nur sein erstes Saisontor war, sondern auch der Endstand.

In der zweiten Halbzeit gab es vor allem eine Person, die ein weiteres Tor verhinderte: Franz Hampel. Mit unzähligen Paraden zog er Schildaus Spielern den Nerv und erntete dabei auch anerkennenden Applaus Zuschauer. Doch auch seine Vorderleute mobilisierten alle Kräfte, um mindestens den einen Punkt mit auf die Heimfahrt zu nehmen. Lukas Morgenstern besaß in der 70. Minute die größte Möglichkeit des DSC im zweiten Durchgang, doch hatte er nach schönem Zuspiel von Steve Oehme Pech, dass er den Ball nicht richtig traf. So blieb es am Ende beim 2:2, welches den Döbelnern im Abstiegskampf mehr hilft als den Gastgebern.

Einziger Wermutstropfen für die Döbelner war die Gelb-Rote Karte kurz vor Schluss, als Schiedsrichterin Nadine Rollert ein Handspiel des bereits verwarnten Döbelners ahndete.

Bericht: S. Lormis, Presse- & Stadionsprecher des Döbelner SC

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Fußball, 2016, Sachsen, HFC Colditz – FC Erzgebirge Aue, Kartenvorverkauf

 

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 Karten-Vorverkauf beginnt / HFC Colditz - FC Erzgebirge Aue

Poster Aue-HFC

Am Mittwoch, dem 15. Juni, wird wie bereits berichtet Zweitliga-Aufsteiger Erzgebirge Aue in Colditz/Hausdorf einen Test gegen das Landesklasse-Team des HFC Colditz bestreiten.
Am 3. Juni beginnt nun der Karten-Vorverkauf, der mit dem Heimspiel der Colditzer am 11. Juni gegen Markranstädt II enden wird. Nur in dieser Zeit haben die Fans Gelegenheit, sich ein Ticket zu sichern und auch noch zu sparen, denn im Vorverkauf gibt es die Eintrittskarten an 6 verschiedenen Orten für ganze 6 Euro!

Und hier kann man zuschlagen:

  1. Yellowcom Vertriebsgesellschaft mbH, Bäckerstr. 10, 04720 Döbeln
  2. Intersport Schmidt, Obermarkt 4, 04720 Döbeln
  3. AVANCE Personal-Service GmbH, NL Hartha, Richzenhainer Str. 2, 04746 Hartha
  4. Kosmetik, Fußpflege und Wellness, Katharina Beier, Markt 14, 04680 Colditz
  5. X-Dream Jeans und Sportswear, August-Bebel-Str. 25, 04651 Bad Lausick
  6. Sportplatz Hausdorf, Heimspiel gegen Markranstädt am Samstag, dem 11. Juni 2016

Der HFC Colditz und FC Erzgebirge Aue freuen sich auf viele Zuschauer und ein großes Fußballfest im Muldental!

Jens Richter, Koordinator Öffentlichkeitsarbeit HFC Colditz, http://hfc-colditz.de

Anmerkung der Redaktion: Fußballfans der Region sollten sich diesen Leckerbissen nicht entgehen lassen. Bereits im letzten Jahr war es dem HFC Colditz gelungen die Mannen aus dem Erzgebirge nach Hausdorf zu holen.

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Fußball, Saison 2015/16, Sachsen, Landesliga, 27. Spieltag, Vorbericht, FC Grimma – VfL Pirna-Copitz 07

 

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Die Vorzeichen stehen gut, mehr aber auch nicht / FC Grimma (2.) - VfL Pirna-Copitz 07 (11.)

Vorschau auf den 27. Spieltag der Landesliga Sachsen zwischen FC Grimma (2.) - VfL Pirna-Copitz 07 (11.) am Samstag, 28.05.2016 um 14.00 Uhr im Stadion der Freundschaft, Grimma

Vier Spiele sind in der Wernesgrüner-Sachsenliga noch zu absolvieren – die Saison biegt gerade energisch auf die Zielgerade ein. Eine Hauptrolle in den letzten Begegnungen wird dabei der FC Grimma spielen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe liegt aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz – einen Punkt hinter Spitzenreiter Einheit Kamenz. Da die Lessingstädter jedoch auf einen eventuellen Oberliga-Aufstieg bereits im Vorfeld verzichteten, haben die Grimmaer die Möglichkeit nach dem Abstieg im Jahr 2006 nun wieder in die Oberliga zurückzukehren.

Dabei haben sich die Muldestädter eine klasse Ausgangsposition erarbeitet. Vor den noch vier ausstehenden Spielen beträgt der Vorsprung zu den Verfolgern Chemie Leipzig und Stahl Riesa vier bzw. fünf Punkte. Hinzu kommt, dass man noch dreimal im heimischen Stadion der Freundschaft antreten darf. Sicher, die Vorzeichen sind gut, doch mehr aber auch nicht.

Es stehen für die Muldestädter vier schwere Begegnungen auf dem Plan, in denen man das absolute Maximum abrufen muss. Bereits am Wochenende hat man mit dem VfL Pirna-Copitz eine äußerst harte Nuss zu knacken, vor allem, wenn man bedenkt, dass man im Hinspiel bei den Rand-Dresdnern sang- und klanglos mit 0:3 unterging. Der Anstoß erfolgt am Samstag um 14.00 Uhr.

Mit einem 2:1 (1:0)-Heimsieg in der Vorwoche gegen den NFV Gelb-Weiß Görlitz hat sich Wiederaufsteiger VfL Pirna-Copitz auch rechnerisch den Klassenerhalt gesichert. Im schmucken Willy-Tröger-Stadion wird auch in der kommenden Saison in Sachsens höchster Spielklasse Fußball gespielt – nach vier Jahren Landesklasse etabliert sich das Landesliga-Urgestein in einer Liga, in welcher man lange vom Inventar gehörte. In der Tat spielen die Copitzer eine klasse Saison.

Aktuell auf Position elf rangierend, kann den Lila-Weißen dieser Platz kaum mehr streitig gemacht werden, wobei bei einem erfolgreichen Endspurt im Klassement noch weiter nach vorn geklettert werden kann. Der Rückstand zu den einstelligen Tabellenrängen ist quasi minimal, für den VfL ist diesbezüglich noch einiges möglich.

Vater des Erfolges ist zweifelsohne Trainer Elvir Jugo. Der Bosnier, der seit Jahren in Dresden lebt, hat für den SC Borea Dresden (früher FV Dresden Nord) und den FC Oberlausitz Neugersdorf über 200 Oberliga-Spiele bestritten und zum Ende seiner Karriere beim Sachsenligisten Gelb-Weiß Görlitz eine junge Mannschaft geführt. Direkt im Anschluss - nach dem Sachsenliga-Abstieg des VfL Pirna-Copitz im Jahr 2011 - übernahm er die Lila-Weißen als Trainer, musste sich jedoch in seinen ersten drei Jahren in der Landesklasse dreimal mit dem Vizerang zufrieden geben. Zweimal musste man dabei dem BSC Freiberg den Vortritt lassen, einmal der BSG Stahl Riesa.

In seiner vierten Saison als Trainer des VfL Pirna-Copitz schaffte er dann endlich den Wiederaufstieg in Sachsens höchste Spielklasse und ließ dabei Germania Mittweida im Aufstiegskampf hinter sich. Jedoch wird der Erfolgstrainer den VfL nach Saisonende verlassen. Bei seinem ehemaligen Verein SC Borea Dresden will er als Trainer der 1. Herren-Mannschaft sowie als Sportlicher Leiter den Verein dahin bringen, wo er vor Jahren war.

Ab dem 01.07. wird mit Nico Däbritz ein weiterer ehemaliger Akteur von Dynamo Dresden den Trainerposten in Pirna-Copitz übernehmen. In der alten (neuen) Umgebung hat man sich in dieser Saison bestens zurechtgefunden, vor allem im heimischen Willy-Tröger-Stadion ist man eine echte Macht. 26 der 35 Punkte holte man zu Hause. Spitzenteams wie Grimma (0:3), Chemie Leipzig (2:3), Eilenburg (1:2), Zwickau II (1:5), oder Görlitz (1:2) mussten allesamt in Pirna die Segel streichen, selbst Tabellenführer Einheit Kamenz kam dort nicht über ein 1:1 hinaus.

Auswärts dagegen ist man nicht ganz so erfolgreich. Nur bei den Mit-Aufsteigern Rapid Chemnitz (2:1) und Reichenbach (3:2) konnte dreifach gepunktet werden. Insgesamt verfügt der VfL über eine eingespielte und homogene Truppe, welche insgesamt eine gute Mischung besitzt. Die Viererkette um die erfahrenen Paulus, van Kolck, Geißler und Benes gehören zu den besten der Liga, in der Zentrale kurbeln Hartmann und Winter-Neuzugang Weskott unermüdlich an und beweisen extreme Spielintelligenz. Und im Angriff sind Riedel (8 Saisontore), Kleber (5) und Kreher (2) immer für Treffer gut. Nach dem erreichten Klassenerhalt können die Rand-Dresdner die letzten Spiele nun befreit aufspielen, was gegen Saisonende immer von Vorteil sein kann.

Der FC Grimma indes befindet sich nach dem 4:1 (1:1)-Auswärtserfolg beim BSC Freiberg wieder in der Spur. Die zuvor erlittene Heimniederlage gegen Taucha hat einige Spieler wieder etwas auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. In Freiberg zeigte man sich dabei doch verbessert, auch wenn man immer noch deutlich Luft nach oben hat. Doch dieser Sieg war sehr wichtig, da man sich wieder etwas Selbstvertrauen aufbauen konnte. Durch das Last-Minute-Heimremis von Chemie Leipzig gegen den Heidenauer SV ist der Vorsprung auf die Leutzscher von zwei auf vier Punkte angewachsen, was nach Ablauf des vergangenen Spieltages weiterhin positiv erläutert werden muss.

Will man jedoch die gesteckten Ziele erreichen, müssen die Muldestädter in den letzten Begegnungen noch einmal alles investieren und als eingeschworenes Kollektiv auftreten. Mit einer „halben Arschbacke“ wird nichts funktionieren, gegen jeden Gegner muss man absolute 100 Prozent abrufen. Dies hat die Elf nach der Taucha-Niederlage nochmals verinnerlicht – die Antwort hat man darauf in Freiberg gesehen.

Nun gilt es am Wochenende wieder hochzufahren und sich für die 0:3-Hinspiel-Niederlage in Pirna zu revanchieren. An diesem kühlen Novembertag lief absolut nichts zusammen - es war aus Grimmaer Sicht fast mit das schlechteste Saisonspiel. Dies hat man nicht vergessen und will es am Samstag besser machen. Wie der Kader am Wochenende aussieht, entscheiden die letzten Trainingseinheiten.

Tom Rietzschel, Teammanager, FC Grimma, Web: http://fc-grimma.de

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Fußball, Saison 2015/16, Sachsen, Landesklasse Nord, 26. Spieltag, Spielbericht, 1. FC Lok II – HFC Colditz

 

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Colditz wieder auf Platz Zwei / 1. FC Lok II - HFC Colditz 1:6 (0:3)

Spielbericht vom 26. Spieltag der Landesklasse Nord zwischen 1. FC Lok Leipzig II und HFC Colditz am 21.05.16, 15:00 Uhr im Bruno-Plache-Stadion

Bei sommerlichen Temperaturen setzten die Landesklasse-Kicker des HFC Colditz ihre Jagd auf den 2. Tabellenplatz fort und besiegten die Reserve von Lok Leipzig in der Messestadt klar und deutlich mit 6:1, wobei Torjäger Martin Schwibs mit weiteren 4 Toren sein Konto auf 35 Saisontreffer schraubte.

Zunächst fanden beide Teams nur langsam in dieses Spiel, wobei Lok durchaus darauf aus war, mit Aggressivität und Biss zu einem schnellen Führungstor zu kommen. Colditz hielt voll dagegen, kleine Unaufmerksamkeiten hätten jedoch die zu einem frühen Gegentreffer führen können, als Lok-Torjäger Purrucker gefährlich vor Frenzel auftauchen konnte. Er traf aber nicht, stattdessen konterten die HFC-Kicker nach Herzenslust und gingen bereits in der 11. Minute durch einen traumhaften Freistoß von Schwibs mit 1:0 in Führung.

Colditz stand sehr stabil und ließ den Gastgeber kommen, dem allerdings nicht sehr viel gelang gegen einen so sicher stehenden Gast und als nach einer guten halben Stunde auch noch das 2:0 durch Sebastian Jahn fiel, steuerte dieses Spiel eindeutig in eine Richtung, alle Zeichen standen auf Auswärtssieg! Nur drei Minuten später war Schwibs von einem ganzen Rudel an Verfolgern erneut nicht aufzuhalten und mit seinem 3:0 ging es dann auch in die Pause.

Der zweite Spielabschnitt begann, wie der erste aufgehört hatte, Colditz legte ein weiteres Tor nach, als Schwibs und Hußner in der 47. Minute Thilo Kowalschek völlig freispielten und dieser sich mit dem 4:0 bedankte, es drohte eine Klatsche für die Hausherren!

Während beim HFC nun ein wenig der Schlendrian einzog, wollte Lok schon noch ein wenig zeigen, dass man auch mit dem Ball umgehen kann, und mit ein wenig mehr Platz und Freiheiten ausgestattet lief der Ball nun besser durch die Leipziger Reihen und konnte in der 64. Minute sogar einmal ins gegnerische Tor befördert werden, was sichtlich Auftrieb gab. Die Schlussphase jedoch gehörte dann erneut den Gästen aus dem Muldental, die wieder ein wenig anzogen und durch Schwibs noch zu zwei weiteren Treffern zum Endstand von 6:1 kamen, ohne an ihre Grenzen gehen zu müssen an diesem Nachmittag in Probstheida.

Das i-Tüpfelchen des Tages kam dann nach Spielschluss noch aus Borna, wo Konkurrent Liebertwolkwitz beim 1:1 wertvolle Punkte im Kampf um die Vize-Meisterschaft einbüßte und den HFC wieder an sich vorbeiziehen lassen musste, der es nun selbst in den Füßen hat, als Zweiter hinter Aufsteiger Zwenkau durchs Landesklasse-Ziel zu gehen. Dafür soll am nächsten Wochenende natürlich ein Heimsieg her gegen Tresenwald, das zuletzt in Bad Lausick kämpferisch überzeugte und punktete!

Der HFC spielte mit: Frenzel - Wächter, Mörtlbauer, Möbius, Leonhardt - Kowalschek, Sandro Antony (Rene Antony), Richter (Dietrich), Jahn (Wolf) - Hußner, Schwibs

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Alarmstufe Rot vorm Lok-Tor - alle gegen Martin Schwibs

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Sebastian Jahn im Kampf um den Ball

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Jahn löst sich geschickt aus der Umklammerung

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Hußner entwischt seinem Bewacher Premßler

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Sandro Antony im Kampf um den Ball

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Hußner mit perfekter Ballannahme

Jens Richter, Koordinator Öffentlichkeitsarbeit HFC Colditz, http://hfc-colditz.de

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Saison 2015/16, Sachsen, Landesklasse Nord, 26. Spieltag, Spielbericht, Döbelner SC – ATSV FA Wurzen

 

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 Knapp, verdient und enorm wichtig / Döbelner SC - ATSV FrischAuf Wurzen 4:3 (3:2)

Spielbericht vom 26. Spieltag der Landesklasse Nord zwischen Döbelner SC - ATSV FrischAuf Wurzen am 21.05.16, 15:00 Uhr im Gruner-Sportpark, Döbeln

Döbelner SC - ATSV FrischAuf Wurzen 4:3 (3:2)
Döbelner SC: Hampel - Zerge, Merdma (65. Thalheim), Zimmermann, Heyna, Bunzel, Glaffig, Gasch (90. Böttcher), Banachowicz, Freier, S. Oehme (78. J. Oehme)
ATSV FrischAuf Wurzen: Schiefer - F. Kurmann (60. Ehrlich), Jentzsch, Pautze, Miszler, Müller, Zerbs (46. M. Kurmann), Neustadt, Ernst, Jeurink, Wittig
Tore: 1:0, 2:0 Gasch (6., 10.), 2:1 Jeurink (34.), 3:1 Gasch (36.), 3:2 Müller (45.), 4:2 Gasch (53.), 4:3 Neustadt (73./Foulelfmeter) - Schiedsrichter: Martin Wadewitz (Leipzig) - Zuschauer: 100

Der Döbelner SC ist zurück in der Erfolgsspur. Nach 90 Minuten absoluter Leidenschaft, unbedingtem Siegeswillen und totaler mannschaftlicher Geschlossenheit hat der DSC das wichtige Spiel gegen den ATSV Wurzen gewonnen und durch die Resultate der anderen Teams aus dem Tabellenkeller den Vorsprung auf die Abstiegsränge vergrößern können.

Sieben Tore, sieben Gelbe Karte, je zwei Gelb-Rote und Rote Karten – für die 100 Zuschauer im Heinz-Gruner-Sportpark war an diesem Nachmittag alles geboten. Die Vielzahl der Verwarnungen und Feldverweisen lassen auf eine sehr unfaires Abstiegskampfduell schließen, doch dem ist weit gefehlt. Schiedsrichter Martin Wadewitz pfiff von Anfang an sehr kleinlich, was dem intensiv geführten Spiel beider Mansnchaften nicht entgegen kam.

Bereits nach zehn Minuten hatten die Döbelner schon zweimal großen Grund zur Freude gehabt, Sebastian Gasch traf binnen vier Minuten zu einer ins Spiel mehr Sicherheit bringenden 2:0-Führung. Das Sturmduo Sebastian Gasch und Toni Bunzel ging in dieser Saison erstmals gemeinsam auf Torejagd und war einer der Trümpfe dieser Partie. Jedoch können die Döbelner diesen Trumpf in den kommenden Partien nicht mehr nutzen, da Toni Bunzel im weiteren Spielverlauf die Rote Karte wegen Gegnerbeleidigung sah. Doch dazu später mehr.

Je länger die Partie dauerte, umso mehr rückte der Unparteiische in den Vordergrund. Sebastian Heyna sah in der 27. Minute die Gelbe Karte nach einem Foulspiel, was dieser in keinster Weise verstand. Seinen Ärger Luft gemacht, rief er zum Schiedsrichter, dass „dies einfach schlecht sei“, was Wadewitz als Meckern befand und Döbelns Mittelfeldspieler sofort mit Gelb-Rot des Platzes verwies.

Doch nur fünf Minuten später „glich“ Wurzen die Anzahl der Feldspieler aus. Johannes Ernst bekam nach einem groben Foulspiel an David Banachowicz glatt rot, doch nur zwei Minuten später traf Max Jeurink zum 2:1-Anschluss und bei vielen Zuschauern stellte sich die bange Frage, ob die Döbelner nun das Spiel gar aus der Hand geben könnten. Doch dies war an dem Tag in keinster Weise so. Kaum war der Gästejubel über das Tor verstummt, da erklang erneut die Torjubelmusik über die Lautsprecher. Einen schönen Spielzug über Steve Oehme und Toni Bunzel schloss Sebastian Gasch mit einem eleganten Lupfer über Marcel Schiefer zum 3:1 ab.

Die Entstehung des zweiten Wurzener Treffers ist jedoch abermals ein Spiegelbild der Döbelner Saison. Max Glaffig köpfte bei einem Klärungsversuch seinen Mitspieler Erik Freier an. Diesen Abpraller nutzte Toni Müller zum 3:2.

In der Halbzeitpause sprach Rene Hüttmann der Truppe ein Kompliment aus: „ Es ist die beste Leistung der Rückrunde. Ihr geht mit Leidenschaft in die Zweikämpfe, jeder ist für den anderen da und ihr zeigt allen da draußen, dass ihr gewinnen wollt, lasst Euch das nicht nehmen!“

Und die Truppe hörte auf ihren Co-Trainer. Acht Minuten waren gespielt, als Toni Bunzel den Ball per Brust zu Steffen Zerge abprallen ließ, dieser überlegt zu Sebastian Gasch weiterleitete, der auf dem Weg zu seinem vierten Treffer noch Wurzens Schlussmann Schiefer umspielte.

„4:2- Führung, nun kann nicht mehr viel schief gehen“, hofften viele Döbelner Anhänger. Doch dann kam der Platzverweis gegen Toni Bunzel (57.) und in de 73. Minute gar der erneute Anschluss durch einen verwandelten Foulelfmeter von Martin Neustadt. Aber das blieb die einzige Situation, in der die Gäste die zahlenmäßige Überlegenheit nutzten, denn kurz darauf bekam Christoph Wittig nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte zu sehen.

Mit weiterhin viel Leidenschaft, Emotionen und Zusammenhalt brachten die übrig gebliebenen 9 DSC-Akteure auf dem Feld das 4:3 über die Zeit und jubelten nach Abpfiff nicht zu Unrecht über die drei Punkte. Denn mit diesem Sieg vergrößerten die Muldenstädter den Abstand auf Rang 14, derzeit eingenommen durch den TSV Schildau, auf sechs Punkte.

Zu den Schildauern reist der DSC am kommenden Wochenende. Können die Kreisstädter erneut eine Einstellung und Leistung abrufen, können sie selbstbewusst in die Partie gehen. Denn dass sie es können, haben sie am Samstag eindrucksvoll bewiesen.

Bericht: S. Lormis, Presse- & Stadionsprecher des Döbelner SC